
General Motors und der 3D-Druck

Die additive Fertigung wird schon seit 1989 bei GM eingesetzt. Anfangs wurde sie hauptsächlich für das Prototyping verwendet. Heute hat das Unternehmen 700 Mitarbeiter an vielen Standorten, die mit dem aktuellen Möglichkeiten der 3D-Drucker vertraut sind.
Im April 2020 zeigte sich in einer Studie von SME Media, dass ein Viertel der US-Hersteller ihre Lieferketten ändern oder erweitern wollen. Ob Prototypen, Endanwendungskomponenten oder Werkzeuge, der 3D-Druck steht für die meisten Unternehmen im Vordergrund.
Rich Garrity, Präsident von Stratasys Americas, sagte:
„GM investiert intelligent in den 3D-Druck, um diese neue Normalität der Unsicherheit und Störung zu bewältigen. Infolgedessen verfügt GM über Fertigungslinien, die anpassungsfähiger und kostengünstiger sind, sowie über Produkte, die schneller und besser entwickelt werden. Sie sind ein klares Modell für die Zukunft der additiven Fertigung in der Automobilindustrie.“
30.000 Beatmungsgeräte von GM

Im April unterzeichnete GM einen Vertrag mit der US-Gesundheitsbehörde für die Produktion von 30.000 Beatmungsgeräten. Dazu kümmerte sich das Unternehmen um die benötigten Teiledaten für Werkzeugvorrichtungen des Originalherstellers. Die Werkzeuge, die für die Herstellung der Beatmungsgeräte erforderlich waren, druckte GM mit seinen FDM-3D-Druckern von Stratasys. Neue Softwaretools wie die additive Fertigungs-Software 4D_Additive helfen bei der digitalen Transformation der Fertigung.
Durch Materialinnovation und Maschinenwiederholbarkeit konnte der Automobilhersteller sein Projekt erfolgreich abschließen. Einige Vorrichtungen entstanden mit Nylon12-Kohlefaser, einem Verbundwerkstoff mit einem sehr hohen Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Damit waren Hochleistungsteile möglich, für die sonst Metall benötigt wird. Für das Unternehmen bedeutete das ein hohes Zeit- und Kostenersparnis.






