General Motors (GM) ergänzt seine bestehende 3D-Druckerflotte um 17 weitere FDM-3D-Drucker von Stratasys. Ein Vertrag für die Herstellung von 30.000 Beatmungsgeräte stellte das Unternehmen vor eine neue Herausforderung, die es mit dem 3D-Druck schneller und vor allem günstiger bewältigen konnte. Die additive Fertigung erweist sich in dieser „neuen Normalität“ als große Hilfe.

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Die Coronavirus-Pandemie stellt Unternehmen seit März vor eine große Herausforderung. Lieferketten waren unterbrochen, Alternativen mussten her. Der 3D-Druck erwies sich in vielerlei Hinsicht als attraktive Hilfe im Kampf gegen das Coronavirus und Unterstützung für Unternehmen ihre Produktion aufrecht zu erhalten. Unternehmen konnten ihre Werkzeuge, Ersatzteile und Vorrichtungen mit dem 3D-Druck selbst herstellen. Auch General Motors (GM) erkannte das Potenzial der additiven Technologie, wie Stratasys in einer Pressemitteilung erklärt. Das Unternehmen wird seine große Flotte an 3D-Druckern um 17 Stratasys FDM-3D-Drucker erweitern.

General Motors und der 3D-Druck

Stratasys 3D-Drucker und Mitarbeiter von GM
Im April 2020 zeigte sich in einer Studie von SME Media, dass ein Viertel der US-Hersteller ihre Lieferketten ändern oder erweitern wollen. Der 3D-Druck stand dabei an erster Stelle (Bild © Jeffrey Sauger for General Motors).

Die additive Fertigung wird schon seit 1989 bei GM eingesetzt. Anfangs wurde sie hauptsächlich für das Prototyping verwendet. Heute hat das Unternehmen 700 Mitarbeiter an vielen Standorten, die mit dem aktuellen Möglichkeiten der 3D-Drucker vertraut sind.

Im April 2020 zeigte sich in einer Studie von SME Media, dass ein Viertel der US-Hersteller ihre Lieferketten ändern oder erweitern wollen. Ob Prototypen, Endanwendungskomponenten oder Werkzeuge, der 3D-Druck steht für die meisten Unternehmen im Vordergrund.

Rich Garrity, Präsident von Stratasys Americas, sagte:

„GM investiert intelligent in den 3D-Druck, um diese neue Normalität der Unsicherheit und Störung zu bewältigen. Infolgedessen verfügt GM über Fertigungslinien, die anpassungsfähiger und kostengünstiger sind, sowie über Produkte, die schneller und besser entwickelt werden. Sie sind ein klares Modell für die Zukunft der additiven Fertigung in der Automobilindustrie.“

30.000 Beatmungsgeräte von GM

General Motors Mitarbeiterin arbeitet an Beatmungsgeräten
Die Werkzeuge, die für die Herstellung der Beatmungsgeräte erforderlich waren, druckte GM mit seinen FDM-3D-Druckern von Stratasys (Bild © AJ Mast for General Motors).

Im April unterzeichnete GM einen Vertrag mit der US-Gesundheitsbehörde für die Produktion von 30.000 Beatmungsgeräten. Dazu kümmerte sich das Unternehmen um die benötigten Teiledaten für Werkzeugvorrichtungen des Originalherstellers. Die Werkzeuge, die für die Herstellung der Beatmungsgeräte erforderlich waren, druckte GM mit seinen FDM-3D-Druckern von Stratasys. Neue Softwaretools wie die additive Fertigungs-Software 4D_Additive helfen bei der digitalen Transformation der Fertigung.

Durch Materialinnovation und Maschinenwiederholbarkeit konnte der Automobilhersteller sein Projekt erfolgreich abschließen. Einige Vorrichtungen entstanden mit Nylon12-Kohlefaser, einem Verbundwerkstoff mit einem sehr hohen Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht. Damit waren Hochleistungsteile möglich, für die sonst Metall benötigt wird. Für das Unternehmen bedeutete das ein hohes Zeit- und Kostenersparnis.

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