Logo Universität GöttingenDie 3D-Drucker der Bibliothek der Universitätsmedizin Göttingen werden von Studierenden zur Herstellung von Unterkiefern verwendet. Die Geräte sollen den Studenten helfen Erfahrungen auf dem Gebiet des 3D-Drucks zu sammeln. Gedruckt werden können Objekte mit Abmessungen von maximal 29 x 15 x 17 Zentimetern und der Ausdruck dauert am Beispiel einer Star Wars-Figur rund 39 Stunden.

Die Nachfrage nach der neuen Technik durch Studierende und Lehrkräfte ist so groß, dass jetzt ein zweiter 3D-Drucker erworben wurde, dessen Kostenpunkt sich auf ca. 2300 Euro belief.

3D-Drucker an der Uni Göttingen
Auch beim „Girl’s Day“ letzten Jahres konnten Schüler an der Uni Göttingen einen 3D-Drucker ausprobieren (BIld © uni-goettingen.de; Mathematisches Institut).

Nach Angaben der Leiterin der Bereichsbibliothek der Universität, Dagmar Härter, sollen die Studenten spielerisch den Umgang mit der Technik lernen. Sie wird dabei vom Bibliothekssekretär Gerhard Güttlich unterstützt, der sich Youtube-Videos zum Thema 3D-Druck angesehen und getestet hat, berichtet das „Göttinger Tageblatt“.

Wie Härter erklärt, wird die neue Technik in den Lebenswissenschaften immer wichtiger. Wissen auf dem Gebiet sorgt für Vorteile auf den Arbeitsmarkt. Von den Studenten werden Güttlich zufolge Eulen, Handyhalter fürs Auto und Ausstechformen zum Plätzchenbacken ausgedruckt. Ein Mitarbeiter der Uni verwendete den 3D-Scanner dazu, seinen Kopf zu vermessen. Im Anschluss montierte er mit einem CAD-Programm am Rechner seinen eingescannten Kopf auf einen Sockel, wodurch eine kleine Büste entstanden sei. Gerhard Güttlich druckte einen neuen Unterkiefer aus, weil der alte des Skeletts der Bibliothek einen Defekt hatte.

Wer einen der zwei 3D-Drucker nutzen möchte, der muss dafür den Materialpreis des Kunststoffs zahlen und dies seien 10 Cent pro Gramm. Als Druckmaterial kommt umweltfreundliches biologisch abbaubares Polylactiden (PLA) zum Einsatz. Der PLA-Kunststoff ist geruchsneutral und nicht gesundheitsschädlich. Die Anwender können zwischen verschiedenen Farben wählen, jedoch können die 3D-Drucker keine mehrfarbigen Objekte herstellen.

Bei dem Angebot handelt es sich um einen Teil des Makerspaces der Bibliothek und ist eine offene Werkstatt.

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