Produktentwicklung mit 3D-Druck:

Studenten der Hochschule Reutlingen haben mit „3-2-eat“ und unter Hilfe von 3D-Druckern ein modernes, funktionales Essbesteck entwickelt

Studenten der Hochschule Reutlingen haben mit Hilfe der 3D-Drucker ein modernes, funktionales Essbesteck namens „3-2-eat“ entwickelt. Dabei wurden Löffel und Gabel kombiniert und kann mit dem Messer zusammengesteckt werden. Das innovative Essgeschirr wird auf der bevorstehenden Moulding-Expo der Messe Stuttgart kostenlos verteilt.

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Das 18-köpfige Team der Hochschule Reutlingen um Prof. Dr.-Ing. Steffen Ritter präsentieren auf der Moulding-Expo das Messe-Giveaway „3-2-eat“. Bei 3-2-eat handelt es sich um ein robustes Essbesteck, welches in der Mensa der Hochschule getestet wurde. Das Essbesteck wurde aus einem Hochleistungskunststoff gefertigt, zeichnet sich durch Multifunktionalität, Innovation und Nachhaltigkeit aus. Messebesucher erhalten das Giveaway auf der Moulding Expo in Halle 4 am Stand A02, die vom 30. Mai bis 2. Juni 2017 in Stuttgart stattfindet (3D-grenzenlos wird über alle Neuheiten wie gewohnt kostenlos im Newsletter berichten).

Der Teamleiter der Moulding Expo bei der Messe Stuttgart, Florian Niethammer, stellte eine Anfrage an Ritters Team bezüglich eines eigenen Messe-Giveaways, welches man vom Entwurf bis zur Serienfertigung begleiten wollte. Es wurde ein Lieferantenwettbewerb für Besteck ausgerufen. Professor Ritter und seine Studierenden stellten sich der Herausforderung, das „3-2-eat“-Besteck zu entwickeln, welches alle Anforderungen der Nahrungsmittelindustrie erfüllen sollte. Das formschöne Give-Away kann den Angaben zufolge sogar in ein Flugzeug im Handgepäck mitgenommen werden. Zwei Wochen blieb dem Team, ein erstes Konzept dafür zu entwickeln, berichtet die Universität Reutlingen.

Bild 3-2-eat
Mit 3-2-eat haben die Studenten der Uni Reutlingen ein Besteck kreiert, dass Funktionalität und moderne Fertigung vereint (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos; Videoquelle: Youtube/Messe Stuttgart).

Die Studierenden wurden in drei Teams aufgeteilt und arbeiteten an ihren Entwürfen. Basierend auf den drei Entwürfen entstand ein Essbesteck, bei dem Löffel und Gabel kombiniert wurden. Das separate Messer wird mittels Bajonettverschluss mit dem anderen Besteck verbunden. Die Maschinenbau-Studenten verfeinerten das Konzept, indem Teams zum Beispiel Teile der Gabel oder die Messerschneide bis ins Detail auskonstruierten. Per 3D-Drucker entstanden erste Prototypen und Testessen wurden durchgeführt. Im Zentrum der Tests standen Stichtests mit der Gabel und Streichtests sowie Schneidetests mit dem Messer. Das Projekt nahm sechs Monate an Zeit in Anspruch.

Die Beteiligten sind hellauf begeistert, weil das 3-2-eat einfach in der Bedienung ist, ein ansprechendes Design bietet und über eine Fläche verfügt, auf der ein Logo gesetzt werden kann, was das Besteck auf für Marketingzwecke interessant macht und somit Gewinne einspielen kann – wenn man das denn wollte.

An dem 3D-Druckprojekt waren insgesamt fünf Unternehmen beteiligt. Am Messestand auf der Moulding Expo 2017 werden die Studenten das Essbesteck live per 3D-Drucker herstellen. Unterstützt werden sie dabei vom Spritzgießmaschinenhersteller Arburg, mit Material von BASF und Masterbatch (Farben) von Granula.

Ähnliche Hochschulprojekte mit Verwendung von 3D-Druckern: Ein Studententeam der TU Darmstadt entwickelten für den internationalen Formulat Wettbewerb „Lambda 2016“ einen Elektro-Rennwagen, dessen Teile zum Teil aus dem 3D-Drucker stammen. Polnische Studenten fertigten individuelle und biologisch abbaubare Schuhe mit Unterstützung eines 3D-Druckers. In den USA konnten Studenten mit Hilfe von 3D-Druck den Polizeiroboter „Sentinel“ entwickeln, der Polizisten dabei helfen soll Verkehrsstopps sicher durchzuführen.

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2 Gedanken zu „Studenten der Hochschule Reutlingen haben mit „3-2-eat“ und unter Hilfe von 3D-Druckern ein modernes, funktionales Essbesteck entwickelt“

  1. Faszinierend, dass man heute schon Essbesteck mithilfe von 3D-Druckern, die aussehen wie konventionelle Spritzgießmaschinen, herstellen kann.

    1. *Ironie on/off* vergessen? 🙂

      Vielmehr geht es doch um die Integration und Anwendung von 3D-Druck in den Ausbildungsbereich. Wenn sich ein Team aus 40 Studenten Gedanken um ein funktionales Besteck machen soll und im Rahmen der Produktentwicklung auch an moderne Fertigungsverfahren herangeführt wird, ist das – vor allem für Studenten aus dem Fachbereich Maschinenbau – ganz sicher eine gute Sache.

      Viele Grüße,
      Marcel

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