Im Rahmen des WIL-Projektes, zur preiswerten Fertigung von Handprothesen aus dem 3D-Drucker auf Basis von Open Source 3D-Dateien, hat Papst Franziskus die fertigen Arbeiten der Schüler einer römischen Schule gesegnet. Die Schüler hatten mit den schuleigenen 3D-Druckern Handprothesen für Krankenhäuser in Afrika gefertigt.

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Die Open BioMedical Initiative (OBM) und Crowd4Africa arbeiten zusammen. Die OBM-Initiative wurde in Italien mit dem Ziel gegründet, biomedizinische Technologien, basierend auf Open Source Daten und mit Hilfe von 3D-Druck Jedermann zugänglich zu machen, inklusive von medizinischen Prothesen. Die 3D-Dateien werden der Weltgemeinschaft für den 3D-Ausdruck kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zu den druckbaren Geräten der Organisationen gehören neben einem Neugeborenen-Inkubator zum Beispiel auch Handprothesen, die auf elektromechanische Signale reagieren. Eine  dieser Handprothesen mit der Bezeichnung WIL (Wired Limb) wurde nun von Papst Franziskus gesegnet.

Die Handprothese wurde vom Designer Vito Losavio (Teamleader für das WIL-Projekt bei der Open BioMedical Initiative) entwickelt, die eine Reihe von Stäben und einen Antrieb beinhaltet und mit der natürliche Handbewegungen ausgeführt werden können. Die Handprothesen sollen in afrikanischen Krankenhäusern eingesetzt werden.

Papst segnet 3D-Druck
Papst Franziskus segnet die 3D-Drucker-Handprothesen von Crowd4Africa und OBM (Bild © Twitter/@crowd4Africa).

Crowd4Africa ist eine Organisation bestehend aus 15 Studenten der in Rom beheimateten katholischen Schule „Massimiliano Massimo Instituts„. Die Schüler im Alter von 15 bis 17 haben eine 3D Mini-Fabrik entworfen und gebaut, mit der Prothesen und Ersatzteile aus recyceltem Kunststoff hergestellt werden können. Dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne konnten 60 3D-Drucker angeschafft werden, die in Krankenhäusern und anderen medizinischen Einrichtungen Afrikas zusammen mit einigen WIL-Handprothesen zum Einsatz kommen sollen.

Bei einem kürzlichen Treffen der beiden Organisationen lernten Kinder vor Ort viele Details über den 3D-Druck kennen. Der Höhepunkt war der Besuch von Papst Franziskus, dem die Schüler ihre Arbeiten präsentieren durften. Sie brachten zwei 3D-Drucker mit, die für Krankenhäuser im Kongo und Uganda vorgesehen sind, zusammen mit ein paar WIL-Handprothesen.

Papst Franziskus segnete die Drucker und Handprothesen als Wertschätzung für das Projekt.

Auf Twitter zählt Papst Franziskus mehr als 9 Millionen Follower und sprach extensiv über Technology. Das Internet bezeichnete er als Gottesgeschenk und machte Selfies mit der Öffentlichkeit. Von ihm selbst existiert eine 3D-Figur zu der er sich allerdings nicht weiter äußerte.

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