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3D-Druck und Umweltschutz: Sea Dragon - Solarbetriebenes Boot sammelt Ozeanmüll und druckt daraus Möbel

Die beiden Designer Alexander Groves und Azusa Murakami haben mit der Sea Dragon ein solarbetriebenes Boot gebaut, welches mit 3D-Drucktechnik arbeitet und Filamente für 3D-Drucker aus Plastikmüll herstellen kann. Daraus entstehen dann Designermöbel. Motivation und Hintergrund für das Projekt ist ein Beitrag zum Umweltschutz. Jetzt sammeln die Initiatoren Gelder um das Great Pacific Garbage Patch aufzuräumen.

Sea Dragon und Sea Chai

Die Sea Dragon sammelt Ozeanmüll, produziert draus Filamente für 3D-Drucker und entwickelt anschließend Designermöbel (Screenshot © Kickstarter; User: Studio Swine)

Das Schiff stammt aus dem Jahr 2000 und war eine Yacht die am weltweiten Yacht-Rennen Global Challenge Race teilnahm und von den Designern technisch umgerüstet wurde. Es wurde mit einem kleinen Labor, einem Oberflächennetz, Schleppnetzen, Mikroskopen und Langstreckenfähigkeiten ausgestattet. Die Sea Dragon geht bereits auf Reisen und befreit das Meer von Kunststoffabfällen.

Der Kunststoff wird auf dem Boot gesammelt und daraus mit einem 3D-Drucker anschließend Möbel hergestellt. Das Ziel der beiden Erfinder ist nun die Finanzierung einer 8267 Euro teuren Reise zum Great Pacific Garbage Patch. Es handelt sich dabei um eine ganze Schneise voller Plastikmüll in der Größe eines Landes im Nordpazifik. Wer das Projekte unterstützen möchte, kann dies hier tun.

Sea Chair

Der ‚Sea Chair‘ entstand aus Ozeanmüll und wurde mit einem von 3D-Druck gefertigt (Screenshot © Kickstarter; User: Studio Swine)

Der „Sea Chair“

Vor dem Kauf des Schiffs sammelten Alexander Groves und Azusa Murakami am Ufer Plastikmüll ein. Der Kunststoff wurde gewaschen und in eine selbstentwickelte Zerkleinerungs- und Extrusionsmaschine gelegt um Filmanente herstellen zu können. Nachdem ausreichend Filament verfügbar war, wurde ein 3D-Drucker eingesetzt und ein dreibeiniger Stuhl mit dem Namen Sea Chair ausgedruckt. Der Stuhl erinnert allerdings mehr an einen Hocker. Nach dem ersten Stuhl folgten weitere Hocker, die einzig aus Kunststoffmüll entstanden das Fischer in ihren Netzen hatten.

Ähnliche Projekte

Das gesamte 3D-Druckverfahren wurde auf solare Stromversorgung umgestellt um, wie der Bootsbetrieb selbst, erneuerbare Energien für die Produktion der Objekte zu nutzen. Auf dem gleichen Gebiet der Herstellung von Filamenten für 3D-Drucker aus Plastikmüll arbeitet das Unternehmen The Plastic Bank, wie dieser Artikel zeigt. Der 3D-Drucker Legacy Filament Extruder kann ebenfalls aus Plastikmüll Filamente herstellen.

Video-Teaser zum Projekt

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