Die Zahlen zeigen es: 3D-Drucker werden bei Privatanwendern immer beliebter. Anfangs noch als teuer, kostspielig und wenig hilfreich verschrien, gibt es heute eine große Zahl von 3D-Druckern für Hobby-Makers, die teils beachtliche Ergebnisse hervorbringen. In diesem Jahr soll die Marke von einer halben Million verkaufter 3D-Drucker geknackt werden. Die Experten wagen auch eine Prognose bis zum Jahr 2030.

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Laut den Ergebnissen einer Datenanalyse von „3D Printing Industry“ soll der Markt für Desktop-3D-Drucker auch im Jahr 2018 eine deutliche Wachstumsbeschleunigung erlebt. So soll die Marke von einer halben Million verkaufter Desktop-3D-Drucker bald überschritten werden.

Die Analyse der Daten auf Grundlage von Context, einem Marktforschungsunternehmen, zeigt, dass der Verkauf von 3D-Druckern im Vergleich zum Vorjahr um die beeindruckende Zahl von 52% gestiegen ist. Gegenüber den Vergleichszahlen von 35% und 38%, die 2016 bzw. 2017 verzeichnet wurden, ist dies eine erhebliche Verschiebung in Richtung weiter wachsender Nachfrage. 3D-Drucker sind heute bereits ab 129,00 Euro erhältlich. Die Gesamtzahlen der verkauften 3D-Drucker haben sich somit von Ende 2014 bis 2017 fast verdreifacht. Für diesen Anstieg sind drei Hauptfaktoren verantwortlich.

Anzahl verkaufter 3D-Drucker 2015-2017
Anzahl verkaufter 3D-Drucker weltweit 2015, 2016 und 2017 (Grafik © 3D Printing Industry).

3 Hauptfaktoren für die rasant wachsende Nachfrage

1. Faktor: Erstens traten in den vergangenen Jahren neue Hersteller auf den Markt, die Desktop-3D-Drucker in guter bis sehr guter Qualität verkaufen. Darunter zählen unter anderem Prusa Research, Monoprice, Wanhao und Ultimaker, die allesamt einen Marktanteil für sich gewinnen konnten. Eine besondere Rolle spielen die China-3D-Drucker, die zumeist als Bausätze angeboten werden und in großer Auswahl für unter 500 Euro angeboten werden – der Einstieg beginnt bereits bei 100 Euro! Eine Übersicht der Hersteller und aktuellen Preise kann hier eingesehen werden. Eine stetig wachsende Liste der weltweiten 3D-Drucker-Hersteller gibt es hier.

2. Faktor: Eine Verbesserung der gesamten Qualität der 3D-Drucker ist der zweite Faktor. Genau diese Verbesserung hat eine neue Generation von Kunden gebracht, die nach Plug-and-Play-3D-Druckern suchen.

3. Faktor: Drittens sind dank des bedeutenden Wachstums führender Plattformen wie MyMiniFactory.com und Thingiverse qualitativ hochwertige 3D-Druck-Modelle leicht verfügbar. Diese Verfügbarkeit in Verbindung mit der Leichtigkeit einen Desktop-3D-Drucker zu bedienen unterstützt die Nachfrage einer Kundenpopulation, die durchaus über die ersten Benutzer hinausgeht.

» Der beliebteste 3D-Drucker 2017 – Der Creality3D CR-10

Eine Million verkaufte 3D-Drucker im Jahr

Wachstumsprognose für den Verkauf von 3D-Druckern bis 2030
Prognose für die Anzahl verkaufter Desktop-3D-Drucker bis 2030 unter Betrachtung unterschiedlicher Wachstumsraten (Grafik © 3D Printing Industry).

Mit der Zeit werden 3D-Drucker auch in jedes Klassenzimmer Einzug halten. Der fehlende Zugang zu 3D-Druckern in Universitäten für Mechanik, Ingenieurwesen oder Design ist immer noch bemerkenswert, bieten 3D-Drucker den Lernenden doch genau hier exzellente Vorteile. Es ist auch festzustellen, dass die ersten Anwender ihre alten 3D-Drucker bereits durch billigere und schnellere 3D-Drucker ersetzen. Somit könnte das zu einem Wachstum hin zu einer Million verkaufter 3D-Drucker im Jahr 2020 führen.

Wenn die bisherige jährliche Wachstumsrate von 42% erhalten bleibt, wird der Jahresumsatz an 3D-Druckern, rechnerisch betrachtet, über 50 Millionen Einheiten bis zum Jahr 2030 erreichen. Natürlich ist diese Prognose ähnlich der Wettervorhersage für die kommenden 30 Tage. Eine Stagnierung oder sinkende Nachfrage bei den Endverbrauchern ist aber im Moment ebenso wenig in Sicht, wie ein Rückgang der technologischen Entwicklung bei den Herstellern für Desktop-3D-Drucker.

Bis zum Jahr 2030 verbleibt also noch sehr viel Zeit und wir werden noch sehen, wie sich der Markt und vor aller die Verkaufszahlen tatsächlich entwickeln. Über die weitere Marktentwicklung der 3D-Drucker informieren wir unsere Leser wie gewohnt kostenlos in unserem 3D-Druck-Newsletter.

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