In der Schweiz haben die Werkstätten für behinderte Erwachsene Werkstätte Davos Graubünden (Schweiz) und die Hochschule für Technik Rappeswil (HSR) eine Zusammenarbeit beschlossen. Die beiden Kooperationspartner haben sich auf die Herstellung von Filament für 3D-Drucker aus alten Skischuhen spezialisiert.

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Die Schweiz. Alpen. Berge. Und Skifahren. Was nach zeitloser Schweiz kling, gilt nicht für alle Bereiche der Schweiz. In Sachen 3D-Druck gehört die Schweiz zu den Ländern in Europa, die im Verhältnis zu der geringen Einwohnerzahl doch einiges leistet und immer wieder neue, interessante Nachrichten hervorbringt (siehe dazu das Thema „3D-Druck in der Schweiz„).

Bei dem Recyclingprojekt der Davos Werkstätten und der Hochschule für Technik in Rappeswil-Jona, werden alte Skischuhe in die Wiederverwertung gebracht. Aus den alten Schuhen entsteht dann Filament für 3D-Drucker. Bei der verantwortlichen Stiftung ARGO versagte im Davoser Betrieb eines Tages die Presse zur Herstellung von Bodenplatten aus Skischuhen ihren Dienst und die Werkstattleitung ließ sich von der Hochschule beraten. Entstanden ist daraus das Recyclingprojekt, in dessen Rahmen die Mitarbeiter der Werkstätte für Erwachsene nun verschiedene Skischuhe aussortieren.

Skischuh zu Filament
Aus Skischuhen wird Filament, das für den 3D-Druck verwendet werden kann. So entstand aus diesem Skischuh ein Gummirad für Spielzeug (Bild © 3D-grenzenlos.de; Einzelbilder Screenshot © SRF).

Es wird geprüft, ob sie aus dem elastischen Kunststoff thermoplastisches Polyurethan bestehen. Polyurethane ist ein Kunststoff, der aus Polyadditionsreaktionen von Dialkoholen entsteht und finden ihre Verwendung in Gießharz, Formmasse für Formpressen oder eben als textile, elastische Faserstoffe. Das Schweizer Projektteam packt die Skischuhe in einen Schredder, der die Skischuhe zu Granulat verarbeitet. Im Labor wird das Granulat anschließend zu Filament für 3D-Drucker weiterverarbeitet.

Nach Angaben des leitenden Professors der Hochschule Daniel Schwendemann kostete das Projekt bislang 50.000 Schweizer Franken. Zwar würde sich das Projekt bisher nicht rechnen und wird als „Hobby“ angesehen, die Kosten dafür könnten aber trotzdem zum Teil gegengerechnet werden, da in anderen Bereichen des Instituts Geld eingespart wird (z.B. Einkauf von Filament).

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