Recycling:

Schweizer gewinnen elastisches 3D-Druck-Filament aus alten Skischuhen

Schweizer Forscher und Wissenschaftler haben mit CREAMELT® TPU-R ein flexibles Filament geschaffen, dass zu 100% aus alten Skischuhen gewonnen wird. Das Projekt und Filament gewann bereits erste Preise. An der Entwicklung war auch eine Werkstatt für behinderte Menschen beteiligt.

Logo Institut für Werkstofftechik iund KunststoffverarbeitungDas Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der HSR Hochschule für Technik Rapperswil in der Schweiz verarbeitete alte Skischuhe zu seinem neuentwickelten 3D-Druck-Filament namens CREAMELT® TPU-R und wurde dafür mit dem Materialica Design & Technologie Gold Award in der Kategorie Material ausgezeichnet. Die Verleihung der Auszeichnung fand diesen Mittwoch in München auf der Fachmesse eMove 360 statt.

Das elastische Kunststoff-Filament CREAMELT® TPU-R wird zu 100 Prozent aus alten Skischuhen hergestellt. Das Druckmaterial besteht aus thermoplastischen Polyurethan (TPU), aus dem die Hauptschalen der Skischuhe gefertigt sind. Zur Wiederverwertung sammeln die Klienten der ARGO Werkstätte für behinderte Menschen in Davos alte Skischuhe ein und zerlegen sie in Handarbeit. Schon vor zwei Jahren berichtete 3D-grenzenlos über die Zusammenarbeit der Werkstätten für behinderte Erwachsene, der Werkstätte Davos Graubünden (Schweiz) und der Hochschule für Technik Rappeswil (HSR), die das Ziel verfolgte Filament aus alten Skischuhen zu gewinnen.

Per Infrarotspektrometer werden die TPU-Bestandteile erkannt und abgetrennt. Im Anschluss farblich sortiert und einem Schredder zur Verkleinerung zugeführt. Danach wird das Mahlgut in einem Compounder der HDR aufgeschmolzen, homogenisiert und zu Kunststoffgranulat verarbeitet. Auf einer Filament-Extrusionslinie entstehen daraus neue 3D-Druck-Filamente.

Skischuhe und Filament
Bei dem Schweizer Projekt wurden alte Skischuhe zu dem Filament “ CREAMELT® TPU-R“ und für den 3D-Druck verarbeitet (Bild © creamelt.com).

Der Recycling-Prozess wurde von Studenten in einer Forschungsarbeit entwickelt. Das Rohmaterial sei ausreichend für bis zu acht Tonnen CERAMELT TPU-R. Mit dem Filament lassen sich belastbare Objekte aus dem flexiblen Recyclingmaterial drucken. Das Filament ist in zwei Durchmessern und fünf Farben auf creamelt.com erhältlich.

Die weltweit erste Skibindung aus dem 3D-Drucker entwickelten die zwei Unternehmen Bavarian Alpine Manifest (B.A.M.) und TRINDO Digitalmanufaktur GmbH entwickelt und nannten sie PINDUNG, wofür sie auf Startnext eine Crowdfunding-Kampagne starteten. Das belgische Startup „Yuma“ verwendet Plastikmüll für die Herstellung von Filament und anschließend für den 3D-Druck modischer Brillengestelle.

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  • 250g kleine Spule, speichern Sie einfach in einer Schreibtischschublade, gestapelten Raum.
  • Hohe Festigkeit, aber flexibel. TPU ist im Wesentlichen Polyurethan, es gehört zur TPE-Klasse von Thermoplasten.
  • Öl-, Fett- und Abriebfestigkeit.
  • Weit verbreitet in vielen Anwendungen eingesetzt. Wie Elektrowerkzeuge, Sportartikel, Medizinprodukte, Antriebsriemen etc.
  • Geeignet für gängige 3D-Drucker auf dem Markt. In der Größe von 1,75mm arbeitet SainSmart TPU mit den meisten 3D-Druckern.

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