Bislang war es nur möglich, Fotografien, Pfotenabdrücke und eventuell kleine Fellstücke als Erinnerung an sein eigenes Haustier aufzubewahren. Das US-Startup Furever3D bietet nun mit dem 3D-Druck eine sehr interessante Alternative an.

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Furever3D LogoHeutzutage kann man sein eigenes Haustier überall mit hinnehmen, ohne dass sich jemand daran stört. Dafür sorgte auch zum Beispiel Ringpet, die auf Grundlage von einem Foto das Haustier auf einen Ring drucken. Eine andere Idee hatten dreiDFactory, die ebenfalls auf Grundlage von einem Foto das Lieblingstier mit dem Schokoladendrucker auf eine genüssliche Tafel Schokolade brachten.

Eine neue Idee kommt jetzt von Furever3D. Das kalifornische Startup bietet die Herstellung von lebensechten Repliken mit dem 3D-Drucker, die beispielsweise das perfekte Geschenk für Tierliebhaber sind. Zugleich sind die Repliken auch eine schöne Erinnerung, wenn die Tiere nicht mehr unter uns weilen.

Furever3D behauptet, dass der gesamte Prozess recht einfach ist. Sie benötigen dafür nur Ihr Handy und natürlich das jeweilige Haustier, welches von 7 bzw. 8 Seiten bzw. Posen aufgenommen wird. Diese Aufnahmen werden sodann auf die Furever3D Webseite hochgeladen. Dort werden sie zu einer „topographischen Karte des Haustierkörpers“ zusammengefügt. Mit einem Foto lassen sich die Fellfarben darstellen, was nicht jeder 3D-Scan kann.

Die 3D-Drucker nutzen dann eine proprietäre Mischung aus Gips, Sandstein und Staub, um die Figur in den gewünschten Farben herzustellen. Danach wird der überschüssige Staub von der Figur entfernt und diese durch einen Härter behandelt. Die Herstellung und Auslieferung soll – je nach Auftragslage – etwa zwei bis drei Wochen dauern.

Modell einer Katze
Mittels 3D-Drucker hergestelltes Replikat einer Katze. (Bild: © furever3d.com)

So erstellen Sie die Aufnahmen

Furever3D benötigt insgesamt sieben bzw. acht Fotos Ihres Haustieres aus verschiedenen Perspektiven. Die Aufnahmen sollen im Freien, aber nicht im direkten Sonnenlicht, am besten mit einer richtigen Fotokamera erstellt werden. Handyfotos ermöglichen oft nur ein schlechteres 3D-Druck-Ergebnis, sind aber als Alternative möglich. Die Aufnahmen selbst sollten in Höhe des Haustieres gefertigt werden, um die Skala nicht zu verzerren. Letzteres wäre bei einem Blick von Oben der Fall. Auch der Abstand zum Tier sollte bei allen Aufnahmen in etwa gleich sein. Sie benötigen

  • eine Nahaufnahme des Gesichts von vorn,
  • je eine Nahaufnahme beider Seiten des Gesichts,
  • eine Aufnahme der Hinterfront, der Rückenpartie und beider Seitenansichten sowie
  • eine Gesamtansicht von vorn, wenn das Replikat stehen soll.

Was kostet ein solches Replikat?

Das kommt auf die Größe der Figur an. Die 3-Zoll-Version kostet ohne Unterseite 89 US-Dollar. Diese Version reicht aus, wenn das Tier als Verzierung genutzt werden soll. Für die Unterseite selbst werden sonst noch einmal 25 US-Dollar berechnet. Die 5 Zoll große Miniatur soll 120 US-Dollar kosten und die 7 Zoll-Variante mehr als das Doppelte, nämlich 250 US-Dollar. Dafür könnte man sich schon fast einen günstigen 3D-Drucker kaufen und seine Figuren selbst herstellen – natürlich dann nicht in der gleichen Qualität und in maximal zwei Farben.

Für echte Tierliebhaber, die nicht selten im Hundesalon mehr Geld ausgeben als für sich selbst beim Friseur, ist die Geschäftsidee einen Blick wert.

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