Klettersteig aus dem 3D-Drucker:

Startup aus Jena produziert mit Hilfe von 3D-Druck Indoor-Klettergriffe auf Basis geologischer Felsstrukturen

Bereits zum sechsten Mal führte der Gründerservice der Friedrich-Schiller-Universität Jena eine Werkschau durch. Dort wurde jetzt auch eine Wand vorgestellt. die über 3D-gedruckte Klettergriffe auf Basis geologischer Felsstrukturen verfügt.

In Jena fand zum sechsten Mal eine spannende Werkschau statt, in der sich zwölf Projekte aus verschiedensten Fachbereichen präsentieren konnten. Eingeladen hatte der K1 Gründerservice der hiesigen Friedrich-Schiller-Universität. Die beiden Freizeitkletterer Tom Greiner-Perth und Jens Westhäuser zeigten mit ihrem Startup eine Indoor-Klettergriffe auf Basis geologischer Felsstrukturen, die mit dem 3D-Drucker hergestellt werden.

Tom Greiner-Perth und Jens Westhäuser präsentieren 3D-gedruckte Klettersteine.
Tom Greiner-Perth (links) und Jens Westhäuser stellten auf dem Gründer- und Innovationstag ihre 3D-gedruckten Klettersteine vor (Bild © Norman Börner/OTZ Jena).

Wie die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet, klettern beide Gründer in ihrer Freizeit gerne und ihre Lieblingsstrecken in der Döbritzer Schweiz bei Pößneck und im Thüringer Wald liegen nur 20 Autominuten entfernt. Der selbstständige Wildnisführer und der Konstruktionsmechaniker schlossen sich mit ihren Freunden Doreen und Andre Driesel zusammen und gründeten das Startup „RapidRocks“.

Die Gründungsidee besteht darin, Kletterrouten aus der Natur, unabhängig von Zeit, Ort oder Witterungsbedingungen in die Kletterhalle zu übertragen. Doreen Driesel und ihr Mann Andre befassten sich während des Studiums intensiv mit dem Rapid Prototyping. Gemeinsam mit Westhäuser und Greiner-Perth entstand dann die Idee, Klettergriffe per 3D-Drucker zu fertigen. Im Jahr 2016 reichten sie über die Ernst-Abbe-Hochschule Jena das Gründungskonzept beim EXIST-Gründerstipendium ein und erhielten kurze Zeit später die Bewilligung. Die Geschäftsidee konnte dadurch letztes Jahr umgesetzt werden.

Der Fokus der Firma liegt auf der realen Abbildung der so genannten Crux (Schlüsselstellen der Kletterroute) mithilfe von 3D-Scan und 3D-Druck. Die Indoor-Klettergriffe sind den geologischen Felsstrukturen des jeweiligen Klettergebiets exakt nachempfunden. Hergestellt wurden bereits Klettergriffe der Route ‚Gosse‘ aus der Döbritzer Schweiz sowie spezielle Griffsets aus dem französischen Bouldergebiet Fontainebleau. Weitere Kletterrouten sind in Planung.

Von der Ernst-Abbe-Hochschule Jena erhielten sie über das Exist-Gründerstipendium Unterstützung für ihre Firmengründung. Gegründet wird die RapidRocks GmbH am 27. Oktober 2017 mit allen vier Gründern als Gesellschafter und Herrn Andre Driesel als Geschäftsführer des Startups.

Nach ihren Planungen sollen die Indoor-Klettergriffe in Zukunft in Kleinserie hergestellt und weitere Routen in die Kletterhalle geholt werden. Die erste Strecke „Gosse“, welcher der Döbritzer Schweiz nachempfunden wurde, ist ab dem 6. November 2017 im Kletterzentrum „rocks“ in der Fritz-Winkler-Straße 3 nutzbar.

Auf der Werkschau war auch die Forschungselite zugegen, wie die drei Physiker Martin Wünsche,­ Silvio Fuchs und Christian Rödel, die im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten an komplexen optischen Systemen forschten. Sie gründeten ein so genanntes Spin-Off, welches die Forschungseinrichtungen der Hochschule nutzt und wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht. Vor Ort wurden am Mittwoch außerdem Wissenschaftspreise für anwendungsnahe Abschlussarbeiten der Universität vergeben.

Teil einer Kletterwand im Jenaer Kletterzentrum rocks.
Teil einer Kletterwand im Jenaer Kletterzentrum rocks (Bild © rocks-jena.de).

Auf der Werkschau war auch die Forschungselite zugegen, wie die drei Physiker Martin Wünsche,Silvio Fuchs und Christian Rödel, die im Rahmen ihrer Abschlussarbeiten an komplexen optischen Systemen forschten. Sie gründeten ein so genanntes Spin-Off, welches die Forschungseinrichtungen der Hochschule nutzt und wirtschaftlich auf eigenen Beinen steht. Vor Ort wurden am Mittwoch außerdem Wissenschaftspreise für anwendungsnahe Abschlussarbeiten der Universität vergeben. Eine Schülergruppe aus Ulm gewann bei „Jugend forscht“ den ersten Platz als Regionalsieger für ihren Mörtel-3D-Drucker.

Update vom 27.10.2017: Teile des Artikels wurden in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen „RapidRocks“ nach der Veröffentlichung des Artikels überarbeitet und einige Informationen richtiggestellt.

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