Projekt "TechforTrade":

Entwicklungsländer bauen 3D-Drucker aus Elektroschrott

Mit „TechforTrade“ ist in Afrika ein Projekt gestartet, mit dem Ziel preiswerte 3D-Drucker aus Elektroschrott herzustellen. Ein Software namens „Retr3D“ übernimmt dabei die digitale Konstruktionsarbeit, um die Herstellung der 3D-Drucker soweit zu reduzieren, dass die Anschaffungskosten nur noch weniger als 100 US-Dollar pro 3D-Drucker betragen.

Logo TechfortTadeGemeinsam haben die britische NonProfit-Organisation Techfortrade und die Open Source Hardware-Community Wevolver ein Projekt gelauncht, welches Menschen in Entwicklungsländern dabei unterstützt, 3D-Drucker aus Elektroschrott herzustellen. Als Plattform dient Wevolver, auf dem Techfortrade die eigene Software Retr3D zum kostenlosen Download freigegeben hat. Das Programm Retr3D kann Elektrogeräte wie Smartphones, Tintenstrahldrucker, Computer und funktionsfähige 3D-Drucker aus Bauteilen ausgedienter Elektronik konstruieren.

Von den 3D-Druckern sollen unterentwickelte Länder weltweit profitieren und die Digitalisierung auch in Regionen verbreiten, die bisher technischen Nachholbedarf haben. Mit den 3D-Druckern würden neue Arbeitsplätze geschaffen und zugleich der Elektroschrottberg abgebaut, so die Motivation der Initiatoren.

Techfortrade
(Bild © Techfortrade)

Der Preis eines 3D-Druckers aus dme gesammelten Elektroschrott soll sich auf weniger als 100 US-Dollar (89,99 Euro) bis 120 US-Dollar (107,99 Euro) belaufen. Wie Matthew Rogge von Techfortrade erzählt, glaube man, dass der 3D-Druck eine Transformation in den Entwicklungsländern hervorbringen kann – vergleichbar mit der schnellen Verbreitung der Handys in Mitteleuropa. Das Retr3D-Projekt kooperiert auch mit Organisationen wie AB3D aus Kenya und STIC in Tansania.

Die Software verwendet FreeCAD und PythonScripts für die Konstruktion der 3D-Drucker. Nach der Eingabe aller aus Altgeräten stammenden technischen Daten der Bauteile, baut Retr3D daraus das digitale Modell von einem 3D-Drucker und generiert die benötigten STL-Dateien. In Kombination mit freien Lösungen wie Plater und Slic3r entsteht so ein exakter Bauplan des 3D-Druckers.

In verschiedenen Entwicklungsländern wie Tansania, Kenia und einer Handvoll westafrikanischer Länder wurden solche Projekte mit Erfolg gestartet. Die Menschen in den genannten Ländern sollen lernen, wie ein 3D-Drucker aus Elektroschrott gebaut wird. Der zusammengebaute 3D-Drucker kann 3D-Objekte herstellen, die verkauft werden können und führt zur Entstehung von Arbeitsplätzen. Mehr Informationen zu diesem Projekt bietet ein PDF von Techfortable (1,37 MB). Über Neuigkeiten zu diesem Projekt oder ähnliche Projekte berichten wir in unserem 3D-Drucker-Newsletter.

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