Die Dubai Health Authority (DHA) stellte in der letzten Woche ihre Pläne zur Verwendung des 3D-Drucks in der Zahnmedizin sowie im allgemeinen Gesundheitswesen auf dem Arab Health Congress (AHC) in Dubai vor.

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Logo Dubai Health AuthorityDazu gehören auch Pläne für die Nutzung von 3D-Druck in der Zahnmedizin. Auch deshalb wurde beim AHC eine Partnerschaft zwischen dem Middle East Dental Laboratory und der lokalen 3D-Druckerei Sinterex besiegelt, die zum Ziel hat, 3D-gedruckte Zähne herzustellen. Die Metall-3D-Druckerei präsentierte dazu ein 14 Zoll großes Gerüst aus verchromtem Kobalt.

Generell lässt sich feststellen, dass in den 3D-Druck von Zähnen verstärkt investiert wird. Als Beispiele seien hier das Unternehmen 3D Systems, welches die Dentalfirma Vertex-Dental übernommen hatte, und das britische Unternehmen Renishaw aufgeführt.

Logo 3D Systems und VertexSo werden die 3D-gedruckten Zähne hergestellt

Bevor beispielsweise ein Sinterex 3D-Drucker die Zähne herstellen kann, sind einige Vorarbeiten notwendig. Das Gebiss des Patienten wird mit einem intraoralen Scanner aufgezeichnet, auf dessen Datengrundlage dann das 3D-Digitalmodell des Mundes hergestellt wird. Die Entwürfe werden dann an den 3D-Drucker übermittelt. Der Geschäftsführer des Middle East Dental Laboratorys Thomas Claesen erwähnte, dass die Druckzeit des Sinterex bei etwa vier Stunden liege, „während ein herkömmlicher Prozess zwei oder drei Tage dauern kann“.

Ablauf der einzelnen Arbeiten bei der zahnmedizinischen Versorgung. (Bild: © Sinterex.com)

Dr. Hamsa Mesmar, Direktor des Dental Services Departments am DHA, ging auf dem Kongress genauer auf die Pläne ein. Er erklärte zugleich den Nutzen des 3D-Drucks. „Der 3D-Druck hilft uns bei der präzisen Planung und sorgt für eine besonders hohe Präzision vor allem bei komplizierten Zahnbehandlungen und Operationen. Die Patienten profitieren in hohem Maße von der Verwendung dieser Technologie, da sie zu besseren Ergebnissen führt und sich zugleich die Wartezeiten sowie die Kosten erheblich reduzieren.“

Metallelemente der Zahnprothese.
Metallelemente einer Zahnprothese. (Bild: © Sinterex.com)

Natürlich gibt es noch weitere Unternehmen, die den 3D-Druck in der Zahnmedizin voranbringen möchten. Dazu gehört beispielsweise die italienische Firma DWS, welche den XFAB SLA 3D-Drucker herstellt. Man darf gespannt sein, welche Neuerungen es in diesem Bereich in Zukunft geben wird. Darüber berichten wir regelmäßig auf 3D-grenzenlos.de.

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