Hamburg sieht großes Potenzial im 3D-Druck. Die Handelskammer Hamburg wünscht sich die Hansestadt zur führenden Stadt im 3D-Druck Deutschlands zu machen. Immerhin verfügen schon ein Viertel der befragten Unternehmen über einen 3D-Drucker. Das alleine reicht allerdings nicht und deshalb soll eine Demonstrationszentrum eingerichtet werden.

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Die Hansestadt Hamburg plant beim 3D-Druck ganz vorne mitzuspielen und verweist dabei auf eine aktuelle Analyse der Handelskammer Hamburg, nach der 55 Prozent der 257 befragten Unternehmen sich bereits mit dem Thema 3D-Druck beschäftigt haben. Bereits 24 Prozent der befragten Firmen besitzen einen 3D-Drucker. Zwei Drittel der Hamburger Unternehmen sehen allerdings Hemmschuhe bei der Verwendung der neuen Technologie. Als Hauptgründe dafür würden häufig die hohen Anschaffungskosten und unzureichendes Wissen über den 3D-Druck genannt.

Wie Hans-Jörg Schmidt-Trenz, der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg erklärte, sei es erforderlich 3D-Druck Know How in der Breite der Hamburger Wirtschaft systematisch aufzubauen, berichtet das „Hamburger Abendblatt“. Nach seinem Vorschlag soll ein Demonstrationszentrum eingerichtet werden, welches Unternehmen die Möglichkeit bietet, den 3D-Druck kennenzulernen, ohne gleich ein derartiges Gerät erwerben zu müssen.

OpenLab Hamburg
Mit dem OpenLab verfügt Hamburg bereits über einen Makerspace. Dieses Foto entstand auf dem WPG-Kongress 2016 (Bild © openlab-hamburg.de).

Das Zentrum soll als öffentlich-private Partnerschaft etabliert werden und als Standort käme das Laser Zentrum Nord (LZN) in Frage. Erst kürzlich wurde das „OpenLab Hamburg“ eröffnet, ein Makerspace bei dem auch Firmen Rapid Prototyping mit dem 3D-Drucker ausprobieren können. Der 3D-Druck habe Schmidt-Trenz zufolge direkte und indirekte Auswirkungen auf alle Branchen, wozu auch die Logistik und der Hafen zählen.

Lesen Sie auch: 3D-Druck in Deutschland: 3D-Druck bietet disruptives Potential für deutsche Firmen

Im Metalldruck sei Hamburg technologisch führend und könne ein Zugpferd für andere Branchen und Anwendungsbereiche sein, berichtet das „Hamburger Abendblatt“ weiter. Das LZN ist mit dem 3D-Metalldruck ein weltweit angesehenes Aushängeschild und Airbus ein starker industrieller Partner. Airbus verbaut bereits über 1000 Titanteile aus dem 3D-Drucker in seinen Langstreckenjet Airbus A350 (wir berichteten..). Die Medizintechnik könne ebenfalls von der Technik profitieren und sei ein wichtiges Wirschaftsfeld Hamburgs. Die Beratungsfirma KCI baut in zur Zeit in den Elbe-Werkstätten mit behinderten Menschen ein 3D-Druck-Dienstleistungszentrum auf, über dessen weitere Entwicklung wir auf auch 3D-grenzenlos weiter berichten.

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