
Die Preisverleihung fand im ehemaligen Kaiserlichen Telegrafenamt mit rund 500 Gästen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Politik statt. Im Bereich der Additiven Fertigung bewirkte Hulls innovative Erfindung ein völlig neues Fertigungskonzept. Chuck Hull stand auch der Entwicklung des .STL-Datenformats für 3D-Drucker maßgeblich zur Seite.
Bei .STL handelt es sich um eine Schnittstelle von CAD zu 3D-Druckern. Insgesamt verfügt Hull über 18 Europäische Patente, 76 US-Patente und 14 Japanische Patente. Für seine Europäischen Patente wurde er nun gewürdigt. Nach Angaben des Europäischen Patentamts (EPA) sei es möglich, dass der 3D-Druck eines Tages die nächste große Fertigungsrevolution auslösen könnte. Ähnlich sieht das übrigens US-Präsident Barack Obama.

Die Stereolithographie hatte Chuck Hull vor rund 30 Jahren erfunden. Seit dieser Zeit sind 3D-Drucker in zahlreichen Einsatzbereichen aktiv. Das Einsatzspektrum reicht von der Luft- und Raumfahrt und der Automobilindustrie über die Schmuckherstellung bis hin zum Gesundheitssektor und Medizin. Der 3D-Druck erlaubt die zeitlich schnellere sowie kostengünstigere Umsetzung von Ideen und Konzepten (Rapid Prototyping).
Ergänzend zu 3D Systems: Sein Unternehmen verfügt über sieben unterschiedliche 3D Drucktechnologien, 1700 Patente und mehr als 100 Druckmaterialien.






