Das französische Unternehmen Nanoe ist als Entwickler von sinterfertigen Nanopulvern in der Keramikindustrie bekannt. Kürzlich stellte Nanoe auf der formnext das Desktop-3D-Drucksystem Zetaprint vor und veröffentlichte gleichfalls sein neues Zetamix-Filament Edelstahldraht 316, das sich sowohl für die Metall- als auch für die Keramikindustrie zur additiven Verarbeitung eignet. Wir haben beide Neuheiten einmal genauer angeschaut.

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Das französische Unternehmen Nanoe hat an der diesjährigen formnext seinen neuen Zetaprint 3D-Drucker und ein dazu passendes Zetamix Filament präsentiert. Der in Frankreich ansässige Entwickler von sinterfertigen Nanopulvern setzt laut einer Pressemitteilung auf der Website von Nanoe auf eine abgewandelte, auf der FDM-Technologie basierende, 3D-Drucktechnologie.

Details zum Nanoe Zetaprint 3D-Drucksystem

Der Zetaprint 3D-Drucker
Der Zetaprint 3D-Drucker verfügt auch über einen Sinter-Ofen und ein Entbinderungsgefäß (Bild © Nanoe).

Der Zetaprint 3D-Drucker verfügt über einen Sinter-Ofen und ein Entbinderungsgefäß. Die Kosten für das 3D-Drucksystem liegen bei 10.000 Euro. Darüber hinaus wird auch ein neues 316L Zetamix Edelstahl-Filament von Nanoe auf den Markt erhältlich sein. Das Unternehmen erklärt in der Mitteilung, dass jeder FDM-3D-Drucker dieses Zetamix-Filament verwenden kann. Es besteht aus einem Metall- und Keramikpulver und einer Polymermatrix.

Die Zetamix-Filamente von Nanoe sind neben dem neu entwickelten Edelstahl 316L Filament auch für Keramiken in ZTA, Zirkonoxid und Aluminiumoxid erhältlich. Zudem werden neue Materialien folgen – darunter Inconel, Titan, WC.Co und SiC. Nanoe hat den aktuellen Markt gründlich analysiert, um sich anschließend für Verbrauchsmaterialien für den Keramik-3D-Druck zu entscheiden.

Kompatibles Material für FDM-3D-Drucker

Filamentrollen von Zetamix
Nanoe erklärt, dass jeder FDM-3D-Drucker dieses Zetamix-Filament verwenden kann (Bild © Nanoe).

Dabei wurde festgestellt, dass es für den Keramik-3D-Druck zwar bereits einige etablierte Nischenplayer auf dem Markt gibt, die Konkurrenz zum Kunststoff- und Metall-3D-Druck jedoch noch vergleichsweise klein ist. Nanoe entschloss sich, das Rohmaterial an die vorhandenen 3D-Druckersysteme anzupassen, die derzeit auf dem Markt erhältlich sind. Das Unternehmen begann dabei mit FDM-3D-Druckern und brachte eine Reihe von keramischen Filamenten auf den Markt, die mit derartigen Druckern kompatibel sind.

Der Zetaprint 3D-Drucker war einer unter vielen Neuerungen, die auf der formnext vorgestellt wurden. So präsentierte Mimaki seinen 3DUJ-553 Multi-Color-3D-Drucker und Ultimaker gab bekannt, dass es neue Materialprofile und Software-Updates für seine 3D-Druckanwendungen gibt. Eine Übersicht der Neuheiten 2018 gibt es hier.

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