Ärzten in Südafrika ist es gelungen, einem 35-jährigen Mann ein künstliches Mittelohr einzusetzen. Laut einem Blogartikel gelang ihnen dies mit Hilfe eines 3D-Druckers. Die Operation fand im Steve Biko – Lehrkrankenhaus in Pretoria statt. Professor Mashudu Tshifularo, der zuständige Arzt, ist froh über die Möglichkeiten, die ihm mit dem 3D-Druck zur Verfügung stehen. Dinge, die man zuvor nie für realisierbar gehalten hat, sind so machbar. Mit der 3D-Prothese kann jedem geholfen werden, der sein Gehör durch Unfälle, Krankheiten oder Infektionen verloren hat. Es ist noch nicht klar, ob der Patient mit dem neuen Mittelohr endgültig wieder hören kann. Ein Foto von der OP wurde aber bereits veröffentlicht.
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Alles hängt von den kleinen Knöchelchen ab
Beim Gehör kommt es vor allem auf die winzigen Knöchelchen im Mittelohr an. Sind diese beschädigt, egal, ob nun durch einen Unfall oder von Geburt an, hört man nichts. Um herauszufinden, ob die Knöchelchen kaputt sind, wurde ein CT gemacht. Der beschädigte Teil wurde aus Titan mit dem 3D-Drucker exakt nachgebildet und endoskopisch eingesetzt. Diese Methode vermeidet nicht nur hässliche Narben, sondern sie ist auch komplikationsloser möglich, als mit den bisher bekannten Implantaten. Das Verfahren ist außerdem günstiger.
Medizinische Durchbrüche in Südafrika
Es ist nicht das erste Mal, dass es in Südafrika einen medizinischen Durchbruch gab. In Kapstadt fand 1967 die erste Herztransplantation statt und 2014 wurde ein Penis erfolgreich transplantiert. Regelmäßige Leser unserer Neuigkeiten aus der Welt der 3D-gedruckten Medizin wissen, dass auch andere Länder an derartigen Durchbrüchen arbeiten. Forscher aus Australien entwickelten zum Beispiel mit dem 3D Alek einen 3D-Drucker für Ohrmuscheln. Ein Mädchen aus Schottland erhielt außerdem ein 3D-gedrucktes Ohr.
Interview mit dem Arzt
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