Erin Winick vom MIT Technology Review, dem Magazin des Massachusetts Institute of Technology (MIT), hat sich für ihre Hochzeit etwas ganz Besonderes überlegt. Sie plante eine möglichst großen Teil des Hochzeitsaccessoires mit einem 3D-Drucker selbst zu erstellen. Entstanden ist eine Hochzeit voller Individualismus und ganz im Sinne einer echten Makers-Braut. Unser Artikel zeigt die 3D-gedruckten Kreationen.

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Als Erin Winick vom MIT Technology Review ihre Hochzeit plante, setzte sie auf das Thema 3D-Druck und fertigte zahlreiche Gegenstände wie Sträuße, Tischnummern, Blumen und Kuchendekorationen, den Kuchenaufsatz, die Halskette des Blumenmädchens und ihr Stirnband mit einem 3D-Drucker. Laut einem Artikel von Winick auf technologyreview.com besitzt sie schon einige Jahre eigene 3D-Drucker und war mit ihrem Umgang somits bestens vertraut. Sie und ihr Verlobter überlegten, welche Hochzeitselemente optimal in ein 3D-Druckformat übersetzt werden können und begannen einige Wochen vor der Hochzeit die zahlreichen Hochzeitsdekoartikel zu drucken.

Viele Inspiration dank Thingiverse

Die Sträuße sind aus rund 200 individuellen bedruckten 3D-Tulpen hergestellt, die blau gefärbt sind und in der Dunkelheit leuchten. Monatelang über einen Zeitraum von 100 Stunden wurden allein die Teile für Brautsträuße in den heimischen 3D-Druckern hergestellt. Nach der Fertigstellung befestigte Erin die Tulpen mit einem Bastelkleber an Schaumstoffkugeln. Die Tulpen und Lego Minifiguren-Kuchenaufsätze stammen ebenfalls von der 3D-Druckplattform Thingiverse, eine der größten und bekanntesten Online-Portale für 3D-Druckvorlagen.

Als Dankeschön lud die Braut die schönen Tischnummern mit Baummotiven, die sie mit der Software Solidworks entworfen hatte und das modifzierte Ahornblatt hoch. Erin erhielt zahlreiche Komplimente für ihre 3D-gedruckte Hochzeit. Vielen Gästen war nicht bewusst, dass auch ihr Stirnband aus dem 3D-Drucker stammte.

Die Gesamtkosten für die Blumensträuße beliefen sich auf 75 US-Dollar (67 Euro) und waren somit nur halb so teuer wie ein traditioneller Blumenstrauß, langlebiger und – das dürfte wohl noch viel wichtige gewesen sein für das junge Brautpaar – absolut einzigartig. Die einzelnen Bouqets der Brautjungfern kosteten 50 bis 75 US-Dollar (ungefähr 44 bis 67 Euro).

Die Hochzeitstorte von Queen Elizabeth II. erlebte mit dem 3D-Drucker ebenfalls eine Auferstehung aus Kunststoff. Das konservierte Original hatte seit der Hochzeit im Jahr 1947 stark gelitten und bot einen unschönen Anblick.

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