Die Gelände-Fahrräder Dirt Bikes der englischen Fahrrad-Manufaktur Empire Cycles sind ziemlich populär und bekannt für Anschaffungspreise weit über die 3.000 Euro-Grenze hinaus. Zusammen mit einem britischen Partner für 3D-Druck fertigte die Manufaktur nun erstmalig ein Dirt Bike, dessen Rahmen vollständig mit einem 3D-Drucker hergestellt wurde. Und die Standard-Qualitätsprüfung des CEN bestand das Bike überraschend gut.

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Die Bikes von Empire Cycles sind für Fahrrad-Freunde und Geländefahrer so etwas wie das Apple für Schüler und Nerds. Sie bieten viel Schnickschnack, sind qualitativ tatsächlich nicht schlecht aber auch nicht herausragend und im Grunde mit Anschaffungspreisen jenseits der 3000 Euro damit eigentlich viel zu teuer. Und trotz allem pflegt die britische Fahrrad-Manufaktur einen guten Ruf. Ein Grund dafür sind die in der Szene beliebten Dirt Bikes.

Empire MX6 in weiß-blau
Das Dirt Bike „Empire MX6“ von Empire Cycles: Der Rahmen entstammt zukünftig einem 3D-Drucker (Bild © // empire-cycles.com).

Letzte Woche vermeldete Empire Cycles die Zusammenarbeit mit dem britischen Unternehmen Renishaw. Renishaw ist ein Spezialist auf dem Gebiet der additiven Fertigung, also dem 3D-Druck. Ziel beider Unternehmen ist es gewesen, ein Dirt Bike herzustellen, dessen Fahrradrahmen vollständig aus dem 3D-Drucker kommt. Als Vorlage dient den Ingenieuren und Tüftlern das Dirt Bike Empire MX-6.

Tatsächlich ist beiden Unternehmen ein beeindruckendes Ergebnis gelungen. Die Standard-Qualitätsprüfung für Fahrradrahmen, durchgeführt und überwacht vom Europäischen Komitee für Normung (CEN), bestand der Rahmen aus dem 3D-Drucker par excellence.

Mehr Stabilität, weniger Gewicht

Rahmen des Empire MX6 Dirt Bike mit Maßbereichen
Der Rahmen des „Empire MX6“ Dirt Bikes wird zukünftig in Einzelteilen mit einem 3D-Drucker gefertigt und anschließend zusammengesteckt (Bild © // empire-cycles.com).

Um die hohe Qualität der teils extremen Belastungen eines Geländefahrrads zu bestehen, wurde der Rahmen zunächst im typischen 3D-Druck-Verfahren Schritt für Schritt aufgebaut. Er besteht komplett aus einer Titanlegierung und wurde abschließend, sozusagen als Feinschliff, mit einer Lasermeltinganlage bearbeitet.

Besonders erfreuen dürften sich die Bike-Liebhaber nicht nur über die Stabilität des Rahmens, sondern auch über das geringere Gewicht. Der Rahmen ist 33 Prozent leichter, als ein mit einem anderen Fertigungsverfahren hergestellter Rahmen.

Großbritannien erweist sich immer wieder als interessantes Land für Neuigkeiten zum 3D-Druck. Eine Übersicht aller Artikel und News zum 3D-Druck aus Großbritannien haben wir Euch einmal auf unserer Themenseite „3D-Druck in Großbritannien“ zusammengestellt.

Weiterführende Links:

  • cen.eu: Website und Informationen zur Standardisierung und Normung des CEN.
  • Objekte aus dem 3D-Drucker: Eine Übersicht weiterer Objekte aus dem 3D-Drucker, wie Softair, iPad-Verstärker, Lautsprecher oder Spiegelreflexkamera.
  • Fahrräder und 3D-Druck: Unsere Themenseite zu diesem Thema.
  • Renishaw: 3D-grenzenlos-Themenseite zum britischen Spezialisten für additive Fertigung mit Informationen und weiteren News zum Unternehmen.

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