Eva de Goede ist dreimalige Olympiasiegerin im Feldhockey der niederländischen Nationalmannschaft. Sie brach sich zwei Monate vor Beginn der EM 2021 das Handgelenk und es war fraglich, ob eine Genesung bis zur EM noch möglich war. Nach der Operation ihres Handgelenks erhielt sie eine speziell maßgeschneiderte 3D-gedruckte Orthese zur Unterstützung des Handgelenks und konnte rechtzeitig wieder in den Kader kommen. Das berichtet der 3D-Druck-Dienstleister Beamler in einer Pressemitteilung.

Details zur 3D-gedruckten Handgelenksorthese

Für die Handgelenksorthese wurde die Hand vom Centrum Orthopedie (CO) 3D-gescannt. Anschließend wurde mit Artus3D ein 3D-Modell der Orthese angefertigt. Die mit Saskia Sizoo im Jahr 2020 speziell designte „Sizoo dynamic Wrist Brace 2.0“ half Menschen mit Handgelenkproblemen zu einer schnelleren Rehabilitation des Handgelenks. Innerhalb eines Tages wurde das Design über die On-Demand-3D-Druck-Plattform Beamler gedruckt. Bei ihrer Teilnahme an der EM 2021 erzielte de Goede unter anderem den dritten EuroHockey-Titel für die niederländische Damenmannschaft.

Orthesen sollten nicht nur sehr strenge Spezifikationen erfüllen, sie sollten auch hervorragende mechanische Eigenschaften haben, um ein Verschieben der Gelenke zu verhindern. Thermoplastisches Polyurethan (TPU) erweist sich hier in Elastizität und mit dem guten mechanischen Verhalten als sehr geeignet. Wird TPU mit dem Multi Jet Fusion-Verfahren verarbeitet, dann garantiert dies eine kurze Lieferzeit, geringe Porosität und eine hervorragende Oberflächengüte.

3D-gedruckte Orthesen im Sport

Auch in anderen Bereichen setzten Sportler auf 3D-gedruckte Orthesen. Der Radsportler Tom Wheeler verunglückte einst in einem Wettkampf schwer. Dank einer Arm-Orthese aus dem 3D-Drucker erhielt er schnelle Hilfe und konnte bald wieder Fahrrad fahren. Den Wert von 3D-gedruckten Orthesen im Sport hat auch der FC Barcelona erkannt, der Forschungen am 3D-Druck von Gewebe und Implantaten zur Knöchelregeneration unterstützt. Damit nicht nur Leistungssportler von 3D-gedruckten Orthesen profitieren, hat der Medizintechnikhersteller Ottobock aus Duderstadt sich bereits 2018 für die Verwendung von 3D-Druckern ausgerüstet, um damit Hilfsmittel damit schnell, kostengünstig und flexibel fertigen zu können.

Mehr Beispiele zum Einsatz von 3D-Druck für Prothesen oder dem medizinischen 3D-Druck im Allgemeinen gibt es auch weiterhin täglich im 3D-grenzenlos Magazin (Newsletter abonnieren).

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