
Nach der Operation fühlte Freu Kesidi erstmals keine Schmerzen mehr und lebt jetzt schmerzfrei dank der neuen Hüftprothese, schreibt das HELIOS Klinikum in einer Pressemitteilung. Die Operationen in Russland und Griechenland hatten eine schlechte Knochensituation hinterlassen, weshalb kein klassisches Implantat verwendet werden konnte. Eine belgische Firma, mit Fokus auf individuell auf Patienten zugeschnittene Implantate wurde mit der additiven Herstellung der Hüftprothese beauftragt. Auf Basis von Aufnahmen einer Computertomografie (CT) entstand per Lasertechnik die perfekte Replik ihres Beckens aus Kunststoff.

Im Anschluss wurde ein Laserstrahl eingesetzt, der aus Titanlegierungssand das passgenaue Implantat schichtweise aufbaute. Die Prothese entstand basierend auf dem Kunststoffmodell mit Titan. Zur genauen Befestigung der Hüftprothese wurde ihr Becken digital vermessen. Antzelina Kesidi zeigt sich glücklich endlich wieder schmerzfrei leben und mit ihren zehnjährigen Sohn toben zu können. Der 3D-Druck wird derzeit nur in Einzelfällen von den Krankenkassen finanziert und sollte vorher bei der Krankenkasse nachgefragt werden.
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