Kinetic Finger:

Australier verschickt Fingerprothesen aus dem 3D-Drucker an arme Kinder weltweit

Mat Bowtell fertigt seit zwei Jahren in Heimarbeit Prothesen mit seinem 3D-Drucker und versendet sie weltweit an Kinder, denen Hände oder Finger fehlen. Viele Menschen unterstützen ihn über seine Crowdfunding Kampagne.

Der aus Melbourne stammende Ingenieur und Papa Mat Bowtell studierte an der Monash University Technik und erhielt ein Stipendium für eine Universität in Japan. Das ermöglichte ihm den Fachbereich Robotik zu erkunden und mit einem bionischen Arm zu experimentieren. Es stellte sich ihm die Frage, wie diese tolle Technik für alle Menschen bezahlbar und nutzbar werden könnte. Eine gute Prothese kann zwischen 2000 $ und 30000 $ kosten.

3d-gedruckte Fingerprothese
„Kinetic Finger“ von Mat Bowtell erfunden und mit einem 3D-Drucker entstanden (Bild © DailyMailAustralia).

Im Gegensatz dazu kostet seine Erfindung nur 1 $ und ist als freie Lizenz im Internet erhältlich. Bowtell sagte zur Daily Mail Australia:”Es ist eine Geste der Liebe und nicht der Arbeit. Es ist etwas Besonderes, etwas kostenlos zu verschenken “

Mat Bowtell investierte aus seinem Privatvermögen 5000 $ in eine Erstausstattung, bestehend aus einem 3D-Drucker, 3D-Scanner, CAD- 3D-Software und Druckmaterial. Nach einem Jahr forschen und experimentieren gelang ihm sein „Kinetic Finger„, der wie ein echter Finger einsetzbar ist.

„Das teuerste Teil ist der Klettverschluss am Armband. Aber der Versand war mein Hauptproblem. Ich habe gerade einen Arm an ein 17-jähriges Mädchen im Irak geschickt und es kostete 86 Dollar.“ Mat Bowtell

Aus diesen Gründen benötigt der Erfinder Unterstützung, besonders im Herstellungsprozess. Eine Anfertigung dauert etwa 20 Stunden, der Druck weitere 20. Finanziell konnten ihn Freunde und Kollegen überreden eine Crowdfunding Kampagne zu starten. Tatsächlich war sie ein voller Erfolg. Sein Ziel von 7000 $ wurde überboten. Nun stehen ihm 33000 $ zur Verfügung und ermöglichen es ihm weiter zu machen.

„Ich möchte Beine für Landminenopfer in Kolumbien und Syrien machen. Mit dem Geld kann ich mir einen besseren 3D-Drucker leisten, für eine bessere Qualität. Und ich möchte anderen Australiern zeigen, wie man die Prothesen herstellt „, sagte Bowtell.

Er hofft neue Hilfsmittel finden zu können, die auch Menschen mit einer Parkinsonerkrankung helfen können. Verwirklicht werden könnte dies, durch einen eingebauten Stabilisator.

Seine Familie unterstützt ihn mit viel Geduld. Die Prothesen drucken über Nacht, aber die Fertigung erledigt Bowtell neben seinem Hauptjob bei Toyota und nachdem die Kinder im Bett liegen. Um seine weiteren Ziele zu erreichen, braucht er also dringend Unterstützung. Das ist kein Ein-Mann-Job mehr.

Vor kurzem überbrachte Bowtell einige Prothesen selber. Als er das Glück in den Augen der Kinder sah, weil sie einen Becher halten können, bestärkte es ihn in seiner Mission.

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