In den USA haben Ingenieure der Unternehmen Lockheed-Martin und RedEye zwei Kraftstofftank-Simulatoren mit einem 3D-Drucker hergestellt. Sie wollen damit die additive Fertigung im Raumfahrzeugbau testen und Kraftstofftanks für Raumfahrzeuge langfristig optimieren.

3D-Druck in der Raumfahrt/ USA: Wie der US-Blog space.com berichtet, arbeitet ein Ingenieurs-Team an der Herstellung von Kraftstofftank-Simulatoren zur Verwendung für die Raumfahrt. Das auf Rapid-Prototyping spezialisierte Unternehmen RedEye zeichnete sich für die Herstellung der beiden Kraftstofftank-Simulatoren verantwortlich. Der größere Tank der beiden weist eine Länge von 4,6 Metern auf und war eines der größten 3D-Objekte die jemals von RedEye und Lockheed-Martin produziert wurden.

Höhere Nutzlast. Effiziente Raumnutzung. 50% niedrigere Produktionskosten.

Kraftstofftank-Simulator Raumfahrt mit 3D-Drucker hergestellt
Das mit einem 3D-Drucker hergestellte Objekt soll einen Kraftstofftank für Raumfahrzeuge oder Satelliten simulieren, um Optimierungen vornehmen zu können (Bild © space.com).

Hergestellt wurden die Tanks aus einem Polycarbonat-Material. Die Produktionskosten der Tanks mit 3D-Druck  liegen rund 50 Prozent niedriger als herkömmliche Verfahren. Der Luftfahrtkonzern Lockheed-Martin könnte in Zukunft von der 3D-Drucktechnik profitieren, wenn sich das Unternehmen zum Beispiel um einen Auftrag für Raumfahrtkomponenten bewirbt.

Das Ziel war es Lockheed-Martin zufolge, einen Satelliten zu fertigen, der eine höhere Nutzlast tragen und den Laderaum effizienter ausnutzen kann. Der Tanksimulator war erforderlich, um zu testen wie die Kraftstofftanks tatsächlich aussehen und zusammengestellt werden können. Der 3D-Druck war dabei die beste Wahl in Bezug auf den engen zeitlichen Rahmen und der Kosten.

Die 3D-Drucktechnik gewinnt in der Raumfahrt verstärkt an Bedeutung. Das zeigen auch – oder vor allem – die Bemühungen der NASA. Diesen Sommer wird zum ersten Mal ein 3D-Drucker auf der internationalen Raumstation ISS zum Einsatz kommen, verbunden mit dem Ziel Ersatzteile aber auch Lebensmittel zu drucken. Laut einigen Experten und Visionären wird es künftigen Kolonisten auf dem Mond und Mars möglich sein mittels 3D-Druckern selbst Materialien vor Ort herzustellen (zum Artikel…).

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