Derzeit erforscht Amazon mit ausführlichen 3D-Scans von den Körpern seiner Kunden, wie sich diese im Laufe der Zeit verändern. Ziel ist es, möglichst gut zu verstehen, was ein Kunde braucht und wie er so wenig wie möglich zurückschickt. Mit Deep-Learning-Algorithmen und vielen 3D-Scans möchte Amazon künftig einen noch besseren Service seinen Kunden bieten und im Gegenzug dafür Geld sparen.

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Der marktführende Online-Versandhändler Amazon macht seit einiger Zeit sein ersten Gehversuche in der 3D-Drucktechnologie und sucht nun nach neuen Möglichkeiten, Kosten sowie Zeit zu sparen. Vor wenigen Monaten bekam Amazon das Patent für einen innovativen On-Demand-3D-Druckservice. Mit dem Patent können auf Amazon Trucks bestellte Produkte während der Auslieferung hergestellt werden, heißt es in dem Patent. So werden Lieferzeiten, Personalkosten und Lagerkosten erheblich reduziert. Amazon arbeitet außerdem an Lieferdrohnen, wie Sie hier nachlesen können.

Das Unternehmen lud laut einem Bericht im Wall Street Journal Kunden in ein New Yorker Büro ein, um über 20 Wochen ihren Körper auf Veränderungen in Form und Größe in 3D zu scannen. Amazon wollte außerdem wissen, ob sich das Gewicht und die körperliche Fitness im letzten Jahr stark verändert hat und welchen Grund das hatte.

Amazon Prime Air Lab.
Amazon geht mit der Technik. Seit 2014 darf der Onlinehändler Pakete mittels Drohne zustellen. Derzeit wird noch am Service gearbeitet (Bild: ©David Johnson/Cambridge News).

Verständlicherweise ist es gerade bei der Bekleidung wichtig, bei der Dreidimensionierung sehr exakt zu arbeiten. Die 3D-Scan-Technologie kann dabei helfen, einen menschlichen Körper nahezu perfekt digital zu modellieren und gleichzeitig zeigen, wie Kleidung darauf aussehen würde. Das führt wiederum dazu, dass weniger schlecht sitzende Kleidungsstücke retourniert werden. Wer Amazon kennt, weiß, dass einer der höchsten Kosten für den Online-Händler der kundenfreundliche Umgang mit Retouren ist. Amazon übernimmt die Kosten für den Rückversand und das erneute Einlagern der zurückgekommenen Ware kostet den Konzern ebenfalls.

Abbildung eines Scans
Mit den Scans möchte Amazon mehr über den Kunden und die körperlichen Veränderungen lernen (Bild: © Body Labs).

Nur zu gerne nutzen Kunden die kostenlose Möglichkeit der Retoure dazu, ihr eigenes Heim quasi als Umkleideräume zu verwenden. Sie bestellen Kleidung in unterschiedlichen Größen und Stilen und schicken zurück, was sie nicht haben wollen. Derzeit arbeitet Amazon daran, statistische 3D-Modelle menschlicher Körper zu erstellen und diese dann Bildern und Videos von Menschen zuzuordnen dank „Deep-Learning-Algorithmen“ und anderen Techniken.

Darüber hinaus hat Amazon letztes Jahr das Gerät Echo Look vorgestellt. Es gibt den Nutzern die Möglichkeit einen Style-Check zu machen und ihre Outfits zu vergleichen. Abonnieren Sie unseren Newsletter um über Neuigkeiten aus der 3D-Technologiewelt auf dem Laufenden zu bleiben. Mehr über Amazons Aktivität im 3D-Druck gibt es auf unserer Themenseite Amazon und 3D-Druck.

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