Smartphone-Hack:

App erweitert Smartphone zum 3D-Scanner

 11. Dezember 2013  Marcel Thum  

Die von Forschern der ETH Zürich entwickelte Smartphone-App ermöglicht es jedem Anwender mit Hilfe der Smartphone-Kamera 3D-Modelle zu erstellen. Damit wird es zukünftig Endanwendern möglich sein mit Hilfe der App und einem 3D-Drucker jegliche Dinge unserer Umgebung als 3D-Modell zu fotografieren und mit einem 3D-Drucker anschließend zu replizieren.

Smartphone App 3D-Scanner Beispiel
Die Möglichkeiten der App ein Smartphone zum 3D-Scanner zu erweitern könnte zukünftig ganze Märkte revolutionieren (Einzelbilder © // inf.ethz.ch).

Die Forscher der ETH Zürich machen es möglich: Eine Smartphone-App die mit dem Smartphone erstellte Fotos als 3D-Modell speichert. Mit der App wird also das Smartphone zum mobilen 3D-Scanner. Nach Angaben der Schweizer Forscher soll das Anfertigen der 3D-Bilder fast genauso einfach sein, wie das Erstellen normaler Schnappschüsse mit dem Smartphone. Nach der Übertragung der 3D-Bilder von Smartphone auf den PC lassen sich die 3D-Modelle anschließend mit einem 3D-Drucker replizieren.

„Ich denke unsere Technologie und die weiteren Entwicklungen in diesem Bereich werden es zukünftig allen ermöglichen realistische 3D-Objekte erstellen zu können, genauso einfach wie wir heute Fotos erstellen.“ Professor Marc Pollefeys, ETH Zürich auf inf.ethz.ch

Die große Herausforderung der Forscher zur Realisierung einer Smartphone-Applikation die ein Handy zum 3D-Scanner erweitert, war in erster Linie die Überwindung der großen Mengen benötigter Rechenleistung zum rendern der Bilder in 3D. Das Umwandeln von Bildern in ein 3D-Modell (rendern) benötigt bereits bei Desktop-Rechnern einen erheblichen Zeitaufwand. Die Rechenleistung von Smartphones ist dabei noch um ein vielfaches geringer.

Das Besondere an der neuen 3D-Scanner-App ist, dass genau dieser Rechenaufwand soweit minimiert werden konnte, dass die Anwendung auch für den Endanwender taugt. Die App berechnet die 3D-Modelle sogar so schnell, dass das Ergebnis in Echtzeit mitverfolgt werden kann, wie das nachfolgende Video der verantwortlichen Forschungsgruppe Computer Vision und Geometry Group der ETH Zürich zeigt (Dauer: 02:54 Min.):

Hintergründe

Präsentiert wurde die Smartphone-Erweiterung zum 3D-Scanner Anfang Dezember auf der International Conference on Computer (ICCV) 2013  in Sydney von „The Computer and Geometry Group“, kurz CVG, der ETH Zürich. Dabei handelt es sich um eine der führenden Forschungsgruppen im Extrahieren von 3D-Informationen aus einfachen Bildern. Neben dem Vorantreiben der vorgestellten Smartphone-Applikation zum 3D-Scanner arbeitet die Forschungsgruppe außerdem noch an der 3D-Rekonstruktion von Städten, eigenständige Mikro-Fluggeräte, videobasierte Fahrassistenten, bilderbasierte Geo-Lokalisierung und dynamische 3D-Rekonstruktion von Szenen unterschiedlichster Art.

Weiterführende Links und Informationen

Diskussion

Was ist Eure Meinung zu den Forschungsergebnissen der Züricher Forscher? Wie wird sich die Entwicklung einer Smartphone-Erweiterung zum 3D-Scanner für den Endanwender und einige Wirtschaftszweige auswirken? Gibt es aus Eurer Sicht auch Schwierigkeiten, die eine solche App mit sich bringen kann? Wenn ja welche? Diskutiert zum Thema unten im Kommentarbereich oder auf Facebook oder Google+.

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