Beim internationalen Schülerwettbewerb „Formel 1 in der Schule“ wird auch in diesem Jahr der 3D-Druck eine Rolle spielen. Das Team „Kairos“ des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums in Neumünster wird bei der Entwicklung ihres Miniatur-Rennwagens 3D-Drucker für die Konstruktion einsetzen. Unterstützt werden die Schüler von regionalen Unternehmen.

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Logo Alexander-von-Humboldt GymnasiumVier Teams des Gymnasiums Alexander-von-Humboldt in Neumünster (Schleswig-Holstein) nehmen beim Technik-Wettbewerb „Formel 1 für die Schule“ teil. Der Wettbewerb wurde vom Arbeitgeberverband Nordmetall ins Leben gerufen und seit 2010 zählen Schüler des Gymnasiums als regelmäßige Teilnehmer dazu, berichtet der „Holsteiner Kurier“. Die Aufgabe besteht darin einen Miniatur-Rennwagen zu konstruieren, zu bauen und in einem Wettkampf zu zeigen. Beim gleichen Wettbewerb setzte ein Team aus NRW im Jahr 2016 bei der Herstellung des Rennwagens ebenfalls auf die Unterstützung der 3D-Drucker.

In diesem Jahr nehmen Josefine Kaak, Benedict Gebauer, Yannick Damerow und Konstantin Brodmeier als Team „Kairos“ teil, berichtet die regionale Zeitung. Sie setzen auf den 3D-Druck bei ihren Rennwagen. Bei den Regionalmeisterschaften in Elmshorn am 9./10. Februar 2018 wollen sie sich für den Bundesentscheid qualifizieren.

Im Rahmen des Projekts investierten die Schüler bereits hunderte Arbeitsstunden in die AG. Die schuleigene CNC-Fräse nutzen sie nicht, weil sie nicht filigran genug arbeitet und daher lassen sie den Rennwagen nach ersten Vorstufen bei einer professionellen Firma herstellen. Die Unternehmen Knierim Yachtbau und Oerlikon Neumag sind Hauptsponsoren des Teams. Konstantin übernimmt den Part des Konstrukteurs im Team. Seinen Worten zufolge soll der Rennwagen sehr aerodynamisch sein und möglichst wenig Luftwiderstand bieten, heißt es weiter.

Selbst gebauter Miniatur-Formel-1-Rennwagen
Im Miniaturformat: Die Schüler vom Team „Kairos“ des Alexander-von-Humboldt Gymnasiums in Neumünster präsentieren Ihren Formel-1-Rennwagen aus dem 3D-Drucker (Bild © shz.de).

Die Einzelteile werden mit einem 3D-CAD-Programm in 3D-Ansicht erstellt und anschließend aus einem Kunststoffblock ausgefräst. Die Räder und andere Kleinteile werden mit einem handelsüblichen 3D-Drucker gefertigt. Als Antrieb dient eine Gaspatrone. Gestartet wird der Mini-Rennwagen per Joystick, der einen Nagel auslöst, der wiederum in die Patrone schlägt.

Der Gasausstoß befördert das Auto innerhalb einer Sekunde über 20 Meter weit. Die Zeitmessung im Ziel erfolgt mit einer Lichtschranke. Die Sponsoren wurden von den Schülern selbst angesprochen und auch diese Eigeninitiative ist eines der Lehrziele des interessanten Wettbewerbs. Das Auto muss außerdem im Team präsentiert werden, weshalb Pressearbeit gemacht und ein Messestand aufgebaut wird. Mit unserem Artikel möchten wir das Team motivieren und hoffen einen kleinen Beitrag zum Erfolg geleistet zu haben.

Das Konstruieren von Rennwagen mit Hilfe von 3D-Druckern im schulischen Umfeld ist nicht neu und gehört zu einer beliebten Disziplin. So berichteten wir im November 2017 über Studenten der Zhejiang University of Technology (ZJUT), die per 3D-Scanning und 3D-Drucker einen Rennwagen gebaut haben. Auch waren bereits Schüler aus Oldenburg mit ihrem Rennwagen aus dem 3D-Drucker bei den Deutschen Meisterschaften. Und Schüler eines Gymnasiums in Thüringen entwickelten bereits 2014 eigene Solarautos mit Unterstützung von 3D-Druck im Rahmen der „Eisenacher Projekttage“. Weitere Berichte und Hintergründe zu Projekten dieser Art erhalten Sie auch in Zukunft im kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter von 3D-grenzenlos (jetzt abonnieren).

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