Mit der Anmeldung von Patenten sichern sich Unternehmen über einen Zeitraum ab, dass ihre Entwicklungen und Ideen nicht von anderen Unternehmen verwendet werden können. Der US-Hersteller für Metall-3D-Drucker Desktop Metal verklagt jetzt das Unternehmen Markforged aufgrund zweier Patentrechtsverstöße die beim Metal X 3D-Drucker zum Einsatz gekommen sein sollen. Außerdem angeklagt: Ein ehemaliger Praktikant von Desktop Metal, der Interna an seinen Bruder weitergegeben hatte, der bei der Konkurrenz Markforged tätig ist. Die Vorwürfe wiegen schwer.

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Desktop Metal, US-Hersteller von Desktop-Metalldruckern, reichte eine Klage gegen das Unternehmen Markforged ein. Nach der Klageschrift verstößt Markforged mit dem Metal X 3D-Drucker gegen zwei Patentrechte.

Markforged hatte im letzten Jahr seinen ersten 3D-Metalldrucker vorgestellt und damit Patentrechte von Desktop Metal verletzt, heißt es auf law360.com. Der Metal X druckt das Metall mit der Atomic Diffusion Additive Manufacturing-Technologie (ADAM), welches mit dem FDM-Verfahren vergleichbar ist. Das Desktop Metal Studio System wurde im April 2017 enthüllt und arbeitet mit dem Verfahren Metal Bound Metal Deposition (BMD), was ebenfalls mit FDM verglichen werden kann.

Markforget 3D-Drucker
Modell eines Markforged 3D-Druckers. (Bild: © Markforged)

Die Klageschrift wurde gegen Markforged und einen Ex-Praktikanten von Desktop Metal eingereicht. Laut der Klage habe Markforged geistiges Eigentum der Firma unrechtmäßig für seinen Metal X 3D-Drucker genutzt. Von der Klage betroffen ist auch der Praktikant Matiu P., der bei Desktop Metal arbeitete und Firmen-Interna an Abraham Parangi übergeben haben soll, seinen Bruder, der Technology & Creative Director bei Markforged ist. Markforged stellte im August 2017 mit X3 und X5 zwei neue industrielle 3D-Drucker vor und arbeitete zuletzt sehr daran seine Marktposition weiter auszubauen.

Die zwei Patentverstöße beziehen sich auf Technologien, welche im Desktop Metal Studio System und Production System eingesetzt werden. Die beiden innovativen Technologien ermöglichen eine einfache Trennung der Stützstrukturen von den echten Teilen. Matiu Parangi habe einen Download geheimer Dokumente bei Desktop Metal getätigt und die Dateien anschließend seinem Bruder übermittelt, so der schwerwiegenede Vorwurf.

Desktop Metal Studio System
Das Desktop Metal Studio System (Bild © Desktop Metal).

Auch Desktop Metal geht seit einigen Monaten große Sprünge. Erst vor ein paar Tagen konnte die innovative US-Neugründung mit über 65 Millionen US-Dollar (ca. 52 Millionen Euro) eine neue Finanzierungsrunde abschließen. Auf der METAV 2018, die im Februar stattfand, zeigte Desktop Metal seinen 3D-Metalldrucker in Aktion und im Januar erhielt das Unternehmen seine zwei Patente für herausnehmbare Stützstrukturen beim metallischen 3D-Druck.

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