Das schwedische 3D-Druck-Unternehmen Wematter gibt bekannt, dass das britische Unternehmen Footlabs sein 3D-Druck-Ökosystem erworben hat. Das System besteht aus einer Einheit zum 3D-Scanning und einer Einheit zum 3D-Druck und soll die On-Demand-Herstellung passgenauer Orthesen so leicht „wie das Kochen einer Tasse Kaffee“ machen.

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In einer Pressemitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin berichtet der schwedische 3D-Drucker-Hersteller Wematter, dass das Unternehmen Footlabs Wematters 3D-Druck-Ökosystem erworben hat und dieses künftig für Orthesen nutzen wird. Orthopädietechniker können so erst den Teil des Körpers scannen, der Unterstützung benötigt. Mit den gescannten Daten kann der Techniker im Anschluss eine perfekt auf den Patienten angepasste Orthese mit dem 3D-Drucker herstellen. Das britische Unternehmen Footlabs hat sich zum Ziel gesetzt, Großbritanniens führender Anbieter von verschreibungspflichtigen Einlagen zu werden.

So einfach wie die „Zubereitung einer Tasse Kaffee“

Wematter beschreibt den Schritt vom 3D-Scan zur fertigen 3D-gedruckten Orthese als so einfach wie die Zubereitung einer Tasse Kaffee in einer Kaffeemaschine. Orthesen sind ein äußerlich angelegtes Gerät, das äußere Kräfte auf einen Teil des Körpers ausübt und so Gelenke stützt oder Deformationen korrigiert. Orthesen kommen oft zum Einsatz, wenn es darum geht, die biomechanische Funktion zu verbessern, die Ausrichtung der Gelenke zu korrigieren oder Gliedmaßen zu schützen. Orthesen werden auch genutzt, um ein Körperteil zu immobilisieren, wenn zum Beispiel eine Fraktur heilen soll. Am Ende des Beitrages verlinken wir ein kurzes Video, das demonstriert, wie eine Orthese eingesetzt wird.

Footlabs wird den 3D-Drucker Gravity von Wematter nutzen, ein laut dem Hersteller leistungsstarkes 3D-Druck-System, das nicht größer als eine Kaffeemaschine ist. Das einfach zu installierende Gerät eignet sich für die Nutzung in einer Büroumgebung und benötigt keine zusätzliche Lüftung oder eine dreiphasige Stromversorgung. Die Software ist Cloud-basiert. Eine 30-minütige Einführung reicht laut Wematter schon, um den 3D-Drucker bedienen zu können. Wir haben über den 3D-Drucker Gravity hier berichtetMit Density 2021 Gen II hat Wematter im Juni 2021 eine Maschine zur professionellen Nachbearbeitung 3D-gedruckter Teile vorgestellt.

3D-Drucker Gravity mit Logos von Wematter und Footlabs
Footlabs hat das 3D-Druck-Ökosystem (im Bild: Gravity 3D-Drucker) von Wematter erworben (Bild © Wematter).

Robert Kniola, Gründer, und CEO von Wematter, sagt:

„Ich freue mich heute, dass Footlabs unsere Produkte zu den Menschen bringen wird, die wirklich davon profitieren. Zu wissen, dass Menschen mit 3D-gedruckten Orthesen von Gravity ein besseres Leben haben werden, macht mich sehr stolz.“

3D-gedruckter Gipsverband mit Wematters 3D-Drucker Gravity

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