Der Geschäftsbereich „Manufacturing Intelligence“ des britischen Software-Unternehmens Hexagon hat auf der formnext 2021 seine Pläne für ein branchenweit flexibles und offenes Ökosystem vorgestellt. Damit möchte das Unternehmen die Komplexität von 3D-Druck-Prozessen überwinden und Kunden bei der Gestaltung ihrer Produktentwicklungs- und Fertigungsabläufe unterstützen. In den vergangenen Wochen hat Hexagon bereits einige Unternehmenspartnerschaften, mit dem Ziel seine 3D-Druck-Aktivitäten auszubauen, beschlossen.

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Hexagon LogoAuf der formnext 2021 präsentierte der Geschäftsbereich „Manufacturing Intelligence“ von Hexagon seine Pläne für den Aufbau eines branchenweit flexibelsten und offensten Ökosystems, wie das Unternehmen dem 3D-grenzenlos Magazin in einer Pressemitteilung berichtet. Das Unternehmen möchte damit die Komplexität von 3D-Druck-Prozessen überwinden und Kunden bei der Gestaltung ihrer Produktentwicklungs- und Fertigungsabläufe unterstützen. Hexagon hat allein in dieser Woche mehrere Partnerschaften angekündigt, darunter mit Sciaky, Meltio, CADS Additive, AMcubator und Additive Center und plant das Angebot an AM-Partnern und -Produkten laufend zu erweitern.

Paolo Guglielmini, President Hexagon Manufacturing Intelligence, erklärt:

„Die Industrie 4.0 schafft keine kontinuierlich vernetzte Lieferkette. Viele 3D-Drucker und Protokolle bilden heute einzelne Hardware-Inseln, die mit bestimmten CAE-Tools nicht kompatibel sind. Zudem führen Anbieter Maschinen mit proprietärer Konnektivität, Standards und Protokollen ein, die so konzipiert sind, dass sie nicht mit Maschinen von Wettbewerbern zusammenarbeiten. So wie Hersteller die Bereitstellung offener Fabrikautomation vorangetrieben haben, ist es wichtig, dass wir als Lösungsanbieter jetzt Barrieren für neue Fertigungstechnologien abbauen, und mehr Flexibilität und Effizienz ermöglichen. Offene Datenstandards sind der Wachstumsmotor.“

Details zum AM-Ökosystem von Hexagon

Kunden erhalten mit dem AM-Ökosystem von Hexagon ein breites Spektrum an Lösungen, die aus der engen Zusammenarbeit mit Materiallieferanten (z. B. Solvay, Covestro), Drucker- und Werkzeugmaschinenherstellern (z. B. Stratasys, Markforged, Renishaw, Additive Industries, Sciaky, GEFERTEC, Meltio), Software- und Plattformanbietern (z. B. Authentise, CADS Additive, Elise) sowie Dienstleistungsunternehmen resultieren. Hersteller erhalten durch diese offene Zusammenarbeit mehr Vertrauen in die Leistung, Qualität und Wiederholbarkeit und die Möglichkeit, neue AM-Technologien in ihre bestehenden Lösungen, Werkzeuge und Arbeitsabläufe zu integrieren. Hexagon und seine Ökosystempartner haben das Ziel, qualitativ hochwertige Teile nach globalen Industriestandards zu produzieren.

Mit seinem Beratungsansatz möchte Hexagon langfristige Beziehungen zu den weltweit größten Herstellern und innovativen Start-ups. Mehr als 500.000 Anwender setzten die Technologien für Produktentwicklung und Fertigung von Hexagon in der gesamten Produktionskette ein. 10% seines Nettoumsatzes investiert Hexagon in Forschung und Entwicklung. Außerdem leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Entwicklung neuer Standards. Seit wenigen Wochen ist Hexagon Teil des 3MF-Konsortiums, das die Entwicklung einer effektiven Zusammenarbeit zwischen Softwaretools für die additive Fertigung vorantreibt.

Team von Hexagon auf formnext 2021
Hexagon (Team im Bild) präsentierte auf der formnext 2021 seine Pläne für das offene Ökosystem (Bild © Hexagon).

Stimmen zum offenen Ökosystem von Hexagon

Mathieu Pérennou, Director of Strategy and Global Business Development for Additive Manufacturing bei Hexagon, sagt:

„Mit dem offenen Ökosystem profitieren unsere Partner von den Technologien und dem Fachwissen von Hexagon und können mit uns den umfangreichen globalen Kundenstamm in der Fertigung unterstützen. Wir wollen dieses Ökosystem weiter ausbauen. Die Vorteile der additiven Fertigung für Hochleistungskomponenten erfüllen dieselben Qualitätserwartungen, die unsere Kunden an herkömmliche Verfahren stellen. Unser Ziel ist es, mit additiven Fertigungsverfahren diese Erwartungen auch bei höheren Stückzahlen mit konsistenten Ergebnissen in jedem Werk möglich zu machen.“

Jeff Hemenway, Vice President, Business Segments bei Stratasys, kommentiert:

„Ein ökosystembasierter Ansatz ist erforderlich, damit Hersteller das volle Potenzial von additiver Fertigung nutzen können. Das zeigen unsere kürzlich eingeführte GrabCad AM-Plattform und unser neuer offener Ansatz für die Materialentwicklung. Unsere Partnerschaft mit Hexagon ermöglicht unseren Kunden, das Design, die Simulation von Teilen sowie die Materialleistung für den Druck zu beschleunigen. Als engagierter Weltmarktführer in der polymerbasierten additiven Fertigung treiben wir gemeinsam mit Hexagon die additive Fertigung in der Produktion voran.“

Alex Redwood, Head of Design AM, Additive Industries, fügt hinzu:

„Wir drucken oft komplexe Teile unterschiedlicher Größe und Form und müssen sie schon beim ersten Mal richtig machen. Unsere Grundplattentechnologie ist besonders wichtig, wenn es darum geht, das Verhalten großer Bauteile während der Herstellung genau zu simulieren. Wir haben festgestellt, dass die Lösung Simufact Additive von Hexagon dieses Verhalten mit kurzen Simulationszeiten unglaublich gut erfasst. Wir freuen uns darauf, mit unseren aktuellen Projekten die Möglichkeiten des industriellen AM-Designs zu erweitern und weitere Vorteile daraus zu ziehen.“

Daniel Stadlmayr, Technical Director von CADS Additive, sagt:

„Unsere Zusammenarbeit mit Hexagon ist ein Gewinn für die gesamte Branche, da sie unseren Kunden hilft, die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen, und zwar mit präziser Bausimulation, optimalem Materialeinsatz und einer gemeinsamen Leidenschaft für Innovation. Wir unterstützen unsere Kunden bei ihren schwierigsten Designherausforderungen für additive Metallfertigung.“

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