3D-Druck:

Täuschend echtes Replikat der Rokoko Feuchtmayer-Skulptur mit 3D-Drucker erstellt

Im Klostermuseum Salem in Linzgau am Bodensee wurde eine Rokoko Feuchtmayer-Skulptur als 3D-Modell digitalisiert und anschließend als Replikat mit einem 3D-Drucker ausgedruckt. Die 3D-Kopie ist vom Original kaum zu unterscheiden.

Verantwortlich für die 3D-Digitalisierung und den 3D-Druck der Rokoko Feuchtmayer-Skulptur ist der deutsche 3D-Druck-Dienstleister ArcTron 3D GmbH aus dem bayrischen Altenthann bei Regensburg. Die Skulptur wurde vor dem 3D-Druck als digitales 3D-Modell mit einem 3D-Streifenlichtscanner und einer hochauflösenden DSLR-Kamera im Detail vermessen. Eine spezielle LED-Ausleuchtung sammelte radiometrische Daten des Objekts inklusive der kalibrierten Farbinformationen, berichtet das Unternehmen auf seiner Website.

Basierend auf den Daten wurde mit einer hochentwickelten Datenprozessierungs-Pipeline ein originalgetreues fotorealistisches 3D-Modell erstellt. Zum ersten Mal liegt damit die fast lebensgroße Feuchtmayer-Statue in enorm hoher Detailauflösung vor. Sie kann von Restauratoren, Forschern oder für zahlreiche weitere Anwendungen genutzt werden.

Zur Herstellung der Replik im Maßstab 1:1 verwendete ArcTron einen hochauflösenden 3D-Drucker, der Gipspulver als Druckmaterial mit einem Schichtaufbau von 1/10-Millimeter in Farbe verarbeitet. Am Computer erfolgte die Zerlegung die Statue in 26 Einzelteile, die anschließend einzeln ausgedruckt und von erfahrenen Modellbauern zur Feuchtmayer-Skulptur zusammengebaut wurden. Eine fundierte Kirchenmalerin übernahm zum Abschluss die farbtechnische Überarbeitung der farbigen Statue. Das Replikat ist vom Original kaum zu unterscheiden und beeindruckt mit einer feinen Farbgebung.

Im November 2015 wurden über 100 hochwertige Repliken des Kölner Dom mit einem 3D-Drucker hergestellt, die Stifter, Förderer und Paten der Restaurierung des Michaelportals des Hohen Doms zu Köln als Dank für ihre Unterstützung erhielten. Das Fraunhofer IGD entwickelte vor rund zwei Jahren eine sechs Meter lange 3D-Scan-Straße, mit dem Ziel, historische Bauwerke und Skulpturen zu erhalten. Von der schottischen Künstlerin Anya Gallaccio fertigte mit einem riesigen 3D-Drucker eine Replik des Devils Towers in Australien. Der 3D-Druck ermöglicht im Zusammenspiel mit 3D-Scannern die schnelle professionelle Herstellung von Repliken.

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