Im Rennsport steht Schnelligkeit im Vordergrund. Das gilt auch für den Rennstall. Der Formel 1-Wagen muss perfekt funktionieren. Für einen besseren Durchsatz hat der Rennstall Sauber jetzt fünf neue ProX 800 3D-Drucker von 3D Systems erworben. Und stockt damit seinen Maschinenpark an 3D-Druckern weiter auf.

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Das Unternehmen Sauber Motorsport AG hat sein Angebot der additiven Fertigung mit fünf neuen 3D-Druckern des Modells 3D Systems ProX 800 vom US-Hersteller 3D Systems erweitert. Die industriellen 3D-Drucker befinden sich im Hauptsitz in Hinwil in der Schweiz. Vor dem Kauf der neuen Systeme kamen schon sechs selektive 3D Systems Lasersinter-Systeme zum Einsatz. Das Motorsport-Team verwendet die 3D-Drucktechnologien vor allem für die Fertigung von Teilen für Formel 1-Rennwagen, die für das Alfa Romeo F1-Team eingesetzt werden. Auch das britische Formel 1 Team Williams Martini Racing setzte bereits auf 3D-Druck beim Prototyping und der Fertigung einzelner Fahrzeugteile.

Austausch der alten 3D Systems-Modelle

Gemäß einer Pressemitteilung von 3D Systems wurden einige der älteren 3D Systems SLA-Drucker durch einen ProX 800 ersetzt, weil sie einen höheren Durchsatz haben, erklärte Christoph Hansen, der für die additive Fertigung bei Sauber verantwortlich ist, in der Unternehmensmitteilung. Die SLA-Technologien des Herstellers werden überwiegend und umfassend für Tests im Windkanal, für Werkzeuge zum Carbon-Laminieren und Vakuumgießen von Siliziumteilen eingesetzt.

Erprobt wurde die Technologie schon mit einem 60-Prozent-Testmodell eines Formel 1-Rennwagens für einen Windkanaltest. Gedruckt wurden die Bremskanäle, Frontflügel, Federabdeckungen, Motorabdeckungen, Handdeflektoren und Innenkanäle per SLS und SLA-3D-Drucktechnologien, heißt es in der Mitteilung weiter. Neben Fahrzeugteilen und Prototyping werden übrigens auch Modelle für neue Formel 1 Rennstrecken seit zwei Jahren mit Unterstützung der 3D-Drucker hergestellt.

Wie Reto Trachsel, der Leiter der Aerodynamik bei Sauber sagte, gab es Zeiten in denen der Windkanal, der auch von unseren Drittkunden genutzt wird, rund um die Uhr lief und die Lösungen von 3D Systems genutzt wurden, um 200 bis 300 Kunststoffteile je Arbeitstag herzustellen. Die endgültigen Bauteile druckt die Sauber Motorsport AG zum Großteil aus Kohlefaser. Hierbei wird neben dem 3D-Druck auch mit konventionellen Werkzeugen gearbeitet. Über die weitere Entwicklung der 3D-Drucktechnologie in der Formel 1 und anderen Bereichen der Automobilindustrie halten wir Sie mit unserem kostenlosen Newsletter jederzeit auf dem Laufenden.

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