
Besonders bemerkenswert ist, dass Volkswagen in diesem Fall keine 3D-Drucker nutzte, die 100.000 Dollar oder mehr kosten, sondern Desktop-3D-Drucker von Ultimaker. In diesem Jahr geht VW davon aus, allein in der portugiesischen Fabrik mehr als 200.000 Dollar einzusparen, berichtet Ultimaker. Ziel ist es, die Kosten jährlich um eine Million Dollar zu reduzieren.

Sieben Ultimaker 3D-Drucker im Einsatz
Bei der Volkswagen Autoeuropa Pilotanlage werden derzeit sieben Ultimaker 3 und Ultimaker 2+ eingesetzt. In einem Jahr soll die Anlage, an der 4.000 Mitarbeiter beschäftigt sind, etwa 100.000 Autos herstellen, darunter Fahrzeug-Weiterentwicklungen und neue Modelle des VW Scirocco sowie der Sharan-Baureihen.

Im Jahr 2016 wurden mit den 3D-Druckern insgesamt 1.000 Werkzeugteile gefertigt und somit die Anfangsinvestitionen bereits in zwei Monaten wieder hereingeholt.
Als Beispiel für eine mittels 3D-Druck hergestellte Komponente soll hier das Heckklappen-Abzeichnungswerkzeug dienen. Dieses wird benötigt, um den Modellnamen des Fahrzeuges genau aufzutragen. Würde dieses Werkzeug von einem externen Lieferanten hergestellt, müsste VW dafür etwa 445 US-Dollar zahlen. Durch den 3D-Druck des Teils liegen die Kosten gerade einmal bei 11 US-Dollar. Zugleich fällt auch die Vorlaufzeit um 89 Prozent niedriger aus. Bei einer Herstellung durch den Lieferanten liegt sie bei 35 Tagen, beim eigenen 3D-Druck vor Ort bei 4 Tagen.

Des Weiteren lassen sich zerbrechliche Teile des Werkzeugs vor Ort schneller austauschen. Bislang mussten diese in den Schrott gegeben werden.
Durch den Einsatz des 3D-Drucks hat VW ein Politprojekt gestartet, mit dem verkaufsfähige Ersatzteile produziert werden können. Zugleich soll die Technologie auch bei der Fertigung kundenspezifischer GTI-Modelle Einzug halten.






