Luft- und Raumfahrtindustrie:

Italienischer Hersteller für Feinmechanik setzt auf 3D-Drucker von deutschem Hersteller

Zare, ein italienisches Feinmechanik-Unternehmen und spezialisiert auf Komponenten für die Luft- und Raumfahrtindustrie, hat mit dem SLM 280 2.0 einen 3D-Drucker vom deutschen Hersteller SLM Solutions in Betrieb genommen.

Das italienische Feinmechanik-Unternehmen Zare setzt einen SLM 280 2.0 3D-Drucker in seiner Fertigung für die Luft-, und Raumfahrtindustrie ein. Die Firma ist in Norditalien beheimatet, hat über 50 Jahre Erfahrung und häufig angefragtes Fachwissen in der Feinmechanik. Seit dem Jahr 2009 arbeitet Zare als unabhängiger Serviceanbieter im Rapid Prototyping und der additiven Fertigung.

Der Maschinenpark wurde stark ausgebaut, vor sechs Jahren das Serviceangebot um Nachbearbeitung, Finishing von Protoypen und die Vorbereitung zahnmedizinischer wie medizinischer Modelle erweitert, was im Erreichen eines neuen Meilensteins resultierte. Das Angebot wurde mit speziellen Oberflächenfinishings und Reserve-Engineering abgerundet.

SLM 280 2.0 3D-Drucker von SLM Solutions
Der SLM 280 2.0 3D-Drucker von SLM Solutions in den Fertigungshallen von Zare in Italien (Bild © Zare).

In den letzten Wochen erhielt das Unternehmen nun seine erste SLM 280 2.0 Maschine und nahm den 3D-Drucker in Betrieb, berichter SLM Solutions in einer Mitteilung an 3D-grenzenlos Magazin.

Die Maschinen decken breite Bereiche der additiven Fertigung ab mit einem Fokus auf die Erforschung und dem Testen individueller Werkstoffe. Der erworbene 3D-Drucker eignet sich hervorragend für die Verarbeitung von Hochleistungswerkstoffen, was sie zur idealen Maschine für die Fertigung in der Luft-, und Raumfahrtindustrie macht. Zur Zeit wird die SLM 280 2.0 mit dem Werkstoff ALSi7Mg0.6 (A357) betrieben. Mit der richtigen Einstellung können Bauteile hoher Qualität gedruckt werden, die nur noch wenig Nachbearbeitung erfordern.

Die exklusive Legierung Scalmolly setzt Zare ebenfalls ein, eine Entwicklung von Airbus APWorks. Die italienische Firma arbeitet nach der Norm UNI EN 9100:2009, um die Höhe der Baukammer des 3D-Druckers auch mit der Hochleistungslegierung ausnutzen zu können. Das Bauvolumen beläuft sich auf 280 x 280 x 365 mm. Nach Angaben von Experten aus der Branche sei die Qualität größer, je größer die Z-Achse ist. Bei Zare sind die Designer von der großen Bauraumhöhe des 3D-Metalldruckers überzeugt.

Mitte November dieses Jahres stellte SLM Solutions mit dem auf der formnext 2017 seinen neuen 3D-Metalldrucker SLM 800 vor und konnte für dieses Modell bereits einen Großauftrag über 20 Maschinen erfolgreich verbuchen. Sein Händlernetz hat SLM Solutions mit der Eröffnung einer Vertretung in Südafrika im Juni erweitert. Diese und weitere Entwicklungen veranlassten die Deutsche Bank vor 2,5 Wochen dazu, für die Aktie von SLM Solutions eine Kaufempfehlung auszusprechen. Alle zukünftigen News erhalten Sie wie gewohnt in unserem kostenlosen 3D-Drucker-Newsletter )(abonnieren).

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