Forscher der Loughborough University in Großbritannien haben im Rahmen des „Circular Plastic Projects“ mit 3D-Druckern verschiedenste Werkzeuge aus Plastikabfall für die Landarbeiter in Afrika vorgestellt. Für den 3D-Druck stellten sie das Filament aus gesammeltem Plastikmüll her. Auf diese Weise wollen sie gleichfalls das hohe Abfallaufkommen in Afrika reduzieren.

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Im Rahmen des „Circular Plastics Project“ haben Forscher der britischen Loughborough University auf dem afrikanischen Kontinent gesammelten Kunststoffabfall in kostengünstige landwirtschaftliche Werkzeuge für lokale Landwirte umgewandelt. Ausrangierte Flaschen wurden zu Filament verarbeitet und in sechs Kreislaufwirtschaftsgeräte wie einem Obstpflücker, einem Fischzuchtsystem oder anderen hilfreichen Objekten weiterverwendet. Das unterstützt nicht nur die Wirtschaft, sondern reduziert auch Ansammlung von Plastikmüll. Auch die Recycled Island Foundation sammelt mit „Litter Traps“ Plastikmüll direkt aus dem Ozean und verarbeitet es zu 3D-Drucker-Material.

Mark Evans von der Loughborough Design School, erklärt:

„Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen wurden aufgrund der hohen Herstellungskosten von den Vorteilen innovativer Polymerprodukte, die Aufgaben einfacher, sauberer und sicherer machen, weitgehend ausgeschlossen. Das Projekt hat dies effektiv auf den Kopf gestellt, mit dem entscheidenden Vorteil, lokal gewonnene Abfallstoffe bei ihrer kostengünstigen Herstellung zu verwenden.“

Details zum Circular Plastics Project

Das Circular Plastics Project steht im Zusammenhang mit den beiden Initiativen Perpetual Plastic for Food to Go-Project (PPFTG) und der Smart Sustainable Plastic Packaging Challenge (SSPP). Die Initiativen haben das Ziel, die durch Kunststoffabfall entstehende Umweltverschmutzung zu reduzieren. Dabei sollen intelligente Technologien genutzt werden.

Filament aus Plastikabfall
Für das 3D-Druck-Material haben die Forscher aus Plastikabfall Filament hergestellt (im Bild: der Vorgang)(Bild © Loughborough University).

Im Circular Plastics Projekt galt es, Kunststoffe in Waren für afrikanische Unternehmen zu verwandeln. Das Team arbeitete mit einer britischen NGO und Partnern in Kenia, Ruanda und Nigeria zusammen, um Plastikwasserflaschen zu sammeln. Der Abfall wurde gewaschen, zerkleinert, getrocknet und zu Filament verarbeitet. Die anschließend hergestellten Werkzeuge aus dem 3D-Drucker wurden auf die Bedürfnisse afrikanischer Gemeinschaften zugeschnitten.

Der eingangs erwähnte Obstgreifer wurde aus lokalen Netzen und Bambusmaterialien gebaut. Neben der modularen Fischfarm entwickelten die Verantwortlichen neuartige Sandbaggeradapter, nichtelektrische Milchkühler und Schäler und eine recycelte Bootsballenpresse, die Wellenbewegungen zum Pumpen von Wasser nutzt. Die Arbeit der Forscher wurde in der Kategorie Social Impact der jährlichen International Design Excellence Awards der Industrial Designers Society of America nominiert.

Evans ergänzt:

„Unser Prozess macht das Recycling von Plastikmüllflaschen zu einem attraktiven wirtschaftlichen Angebot, indem es in Filament für den 3D-Druck umgewandelt wird. Durch die Integration in industrielle Designmethoden ermöglicht die Fähigkeit, komplexe Formen ohne Werkzeug in 3D zu drucken, die Herstellung von Nischenprodukten, die normalerweise nicht realisierbar wären.“

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