Möbel & Design:

Hamburger Designstudio Cali Virek fertigt Lampenschirme mit 3D-Drucker

Das Designstudio Cali Virek aus Hamburg fertigt Designer-Lampenschirme mit dem 3D-Drucker. Zukünftig sollen weitere individualisierbare Einrichtungsgegenstände mit Unterstützung des 3D-Drucks folgen.

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Die Gründerinnen des Hamburger Designstudios Cali Virek, Manuela Helms und Martina Schulze, setzen beim Design und Fertigung ihrer Produkte auf den 3D-Druck. Ein Designprodukt des jungen Labels sind Lampenschirme, die mit einem 3D-Drucker gedruckt werden.

Gegründet wurde das Label Anfang letzten Jahres, wobei sich die Industriedesignerin Martina Schulze im Vorfeld mit dem Thema 3D-Druck befasste und daheim einen 3D-Drucker zusammenbaute, um ein besseres Verständnis für die Technik zu haben, berichtet „Hamburg News“ . Zum Start der Firma wurde ein größerer 3D-Drucker erworben. Schulze absolvierte ihren Studienabschluss an der Universität Twente im niederländischen Enschede, wo sie erstmals mit dem 3D-Druck konfrontiert wurde.

Lampenschirm aus dem 3D-Drucker
Lampenschirm aus dem 3D-Drucker von Cali Virek (Bild © Facebook/Cali Virek).

Seit März dieses Jahres arbeitet Schulze mit der BWL-Studentin Manuela Helms zusammen. Helms legt ihren Designschwerpunkt auf die Produktion individueller Wanddekorationen. Hocker, Lampen und Stühle liegen im Verantwortungsbereich von Martina Schulze. Als Material werden Maisstärke und Holzkunststoffe verwendet, die kompostierbar und umweltfreundlich sind. Cali Virek handelt dabei nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip (Von der Wiege zur Wiege), dass das Ziel einer abfallfreien Wirtschaft verfolgt.

Nach diesem Prinzip arbeiten die Gründerinnen, indem nur die nachgefragte Anzahl gefertigt wird und nicht mehr. Die individuellen Designs werden mit einem CAD-Programm erstellt und das Modell anschließend per Slicer-Software in Schichten eingeteilt. Der 3D-Druck eines haptischen Lampenschirms dauert rund fünf Stunden und für einen Hocker werden bis zu 24 Stunden benötigt. Je mehr Details, desto aufwendiger sei der Druck, erklärte Schulze.

Die Produkte bietet das Label derzeit über Do-it-Yourself-Portale wie etsy.com an, doch in den nächsten Wochen soll der Verkauf über einen eigenen Online-Shop starten. Für das Scandic Hotel Hamburg druckte Cali Virek Beschilderungen und Zimmernummern. Auf lange Sicht planen sie, neben dem festen Sortiment individualisierbare Einrichtungsgegenstände anzubieten. Kunden sollen dabei die Möglichkeit erhalten über verschiedene Module ein individuelles Produkt zusammenzustellen. Das Produkt würde an die Designerinnen übermittelt und im Anschluss gedruckt. In rund ein bis zwei Jahren sollen individualisierbare Produkte für die Kunden zur Verfügung stehen.

Weitere 3D-Druck-News von Desigern: Von der südkoreanischen Designerin Jungsub Shim wurde mit einem 3D-Stift der Designer-Stuhl „Connected Chair“ erschaffen und im Februar 2017 vorgestellt. Die zwei Sculpteo-Designer Alexandre d’Orsetti und Piotr Widelka legten mit einem Fahrrad aus dem 3D-Drucker die 1000 Kilometer lange Strecke von Las Vegas nach San Francisco erfolgreich zurück. Das Designstudio VOJD fertigte Anfang des Jahres luxuriöse Regenschirmgriffe für Alexander McQueen mit einem 3D-Drucker. Das Designstudio „Love & Robots“ realisierte ebenfalls mit Hilfe der 3D-Drucker ein 800 Gramm leichtes Feder-Cape namens „Plumage“.

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