Das Berliner Designstudio VOJD Studios nutzt die Möglichkeiten der 3D-Drucker und 3D-Scanner für die Produktion von Luxusmodeartikeln. So konnte zuletzt ein indivdiueller Regenschirmgriff für Alexander McQueen hergestellt werden.

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Das deutsche Designstudio VOJD Studios beschäftigt sich seit drei Jahren mit den Möglichkeiten des 3D-Drucks beim Schmuckdesign und arbeitet dafür mit unterschiedlichen Luxuslabels zusammen, wozu auch Alexander McQueen zählt. Ein Regenschirm der Firma Alexander McQueen besitzt einen Griff, der mit einem 3D-Drucker von dem Berliner Designstudio hergestellt wurde. Der Griff hat eigenen Angaben zufolge eine sehr hohe Qualität und lässt sich kaum von vergleichbaren Produkten unterscheiden, deren Herstellung mit konventionellen Verfahren erfolgte. Die Modemarke Alexander McQueen stammt aus Großbritannien, deren Regenschirm zur Modekollektion 2016/17 gehört.

Griff für Luxus-Regenschirm

Der Kostenpunkt des hilfreichen Accessoires zum Regenschutz beläuft sich auf 400 Euro. Die Vorlage für den Regenschirmgriff aus versilberten Messing war ein Handabdruck. Bei einer traditionellen Fertigung hätte eine kostspielige Gussvorlage gefertigt werden müssen. Vor der Serienfertigung mussten hunderte Feinheiten eingestellt werden. Laut der Schmuckdesignerin Hristiyana Vucheva, der Mitbegründerin von VOJD seien mit dem 3D-Druck komplexe Strukturen und Formen möglich, die bei klassischen Verfahren kaum möglich oder sehr schwer umsetzbar wären. Bei der Fertigung ihres Schmucks arbeiten die Designer auch mit 3D-Scannern.

Vielfältige Möglichkeiten

Ein 3D-Drucker fertigt den Schmuck im Lasersinter-Verfahren, bei dem das gewünschte Designstück schichtweise mit einem Pulver per Laser aufgebaut wird. Als Druckmaterial wird Polyamid 12 verwendet. Der Druckvorgang beansprucht mehrere Stunden, doch danach kann sie vom Pulver befreit und gesäubert werden. Bei den Materialien testen die Schmuckdesigner von VOJD stets neue Möglichkeiten mit dem Hintergrund, das Materialspektrum ihrer Schmuckherstellung zu erweitern. Transparente Werkstoffe, mehrfarbige Materialien und mehrteilige Objekte wurden als Beispiele genannt. Alle Accessoires entstehen individuell und werden daher als Show-Element auf Modeschauen eingesetzt.

Die beiden VOJD-Gründer Hristiyana Vucheva und Christian Hartung fasziniert der Gedanke, dass sie den Beginn der 3D-Druck-Technologie mitprägen. Der Alltag der Zukunft werde durch den 3D-Druck wesentlich beeinflusst und VOJD sei mit dabei, was gerade in der Modebranche und vielen anderen Industrien passiere, erzählte Hartung dem Sender „Deutschen Welle“ gegenüber.

In der Modebranche findet der 3D-Druck immer mehr Anklang, so setzen Sportartikelhersteller wie Adidas diese Technologie zur Fertigung individueller Laufschuhe ein, die für Spitzensportler gedruckt werden. Vor kurzem erhielt Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) passgenaue personalisierte Sportschuhe aus dem 3D-Drucker überreicht. Das Kölner Startup „Die Schuhleister“ hat sich auf Fertigung maßgeschneiderter Schuhe per 3D-Druck spezialisiert und der Schweizer Brillendesigner Sven Götti bietet 24 gedruckte Brillenmodelle an.

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