Anpassungsfähig: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow bekommt passgenaue Schuhe mit Hilfe der 3D-Scanner

 23. Februar 2017  Andreas Krämer  

Dem Ministerpräsident aus Thüringen, Bodo Ramelow, wurden maßgefertigte Schuhe überreicht. Zuvor wurde sein Fuß mit einem 3D-Scanner vermessen. Das Beispiel soll zeigen, wie die Herstellung personalisierter Schuhe in Zukunft funktionieren kann.

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Thüringens Ministerpräsiend Bodo Ramelow (Linke) erhielt beim Besuch des Handwerksbetriebs Fredmax in Nordhausen (Thüringen) passgenaue Business-Schuhe in Größe 38 überreicht, die basierend auf einem 3D-Scan seiner Füße angefertigt wurden. Die rot-rot-grünen Business-Schuhe erhielten vom verantwortlichen Schuhmachermeister Andre Fredrich den Namen „Bodopesters“.

Vor der Schuhfertigung wurde der Fuß des Ministerpräsidenten mit einem 3D-Scanner eingelesen und so insgesamt und automatisiert 30 Maße ermittelt. Im Anschluss wurden die Daten digital eingelesen und per Computer in ein 3D-Modell umgerechnet. Per E-Mail wurde das Modell zu einer Schuhleistenfirma übermittelt, welche die angefertigten Leisten lieferten. Laut Fredrich bedeutet die Digitalisierung vor allem eine Zeitersparnis, weil der Arbeitsschritt der Leistenfertigung keine Tage, sondern nur noch eine halbe Stunde dauert, berichtet „Thüringer Allgemeine“ (hier wird auch ein Bild von Ramelow mit dem Schuh gezeigt).

Weitere Beispiel für 3D-Druck in der Schuhherstellung

Weltweit findet der 3D-Druck immer mehr Einzug bei Schuh- und Textil-Herstellern. Namhafte Beispiele sind Adidas und Puma. Bei Olympia 2016 zum Beispiel erhielten erfolgreiche Athleten passgenaue Sportschuhe aus dem 3D-Drucker überreicht. Weitere Beispiele für die Fertigung von Schuhen mit Hilfe von 3D-Druckern und 3D-Scannern sind das Kölner Startup „Die Schuhleister„, New Balance oder Designer wie Galahad Clark. Zwar sind gedruckte Schuhe in der Herstellung noch relativ teuer, doch mit Weiterentwicklung der 3D-Drucktechnologie werden die Produktionskosten mittelfristig weiter stark sinken. Außerdem handelt es sich um maßgefertigte Schuhe – ein Vorteil den Schuhe aus der Massenherstellung nicht bieten können. Als weitere Vorteil sei die Verlagerung der Produktion in das Verkaufsland (oder gar an die Verkaufsstelle) genannt. Die Umwelt wird dies danken.

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