Markforged, US-Hersteller von 3D-Druckern für Kohlefaser, hat eigenen Angaben zufolge ein Investment von 30 Millionen US-Dollar erhalten. Zu den beteiligten Investoren zählen bekannte Unternehmen wie Microsoft, Siemens und Porsche. Das Investment kommt nicht überraschend, denn das US-Startup hat selbst gegenüber Weltmarktführern einen entscheidenden Vorteil.

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Das US-Startup Markforged teilte Anfang November mit, in einer Finanzierungsrunde 30 Millionen US-Dollar (ca. 25,1 Millionen Euro) eingesammelt zu haben. Das berichtet engineering.com. Das Kapital stammt von Investoren wie der Risikokapital-Gesellschaft next47, hinter der die Konzerne Siemens, Microsoft und Porsche stehen. Bestehende Investoren sind Unternehmen aus der Risikokapitalbranche wie Northbridge, Matrix und Trinity. Mit dem neuen Investment steht dem Hersteller von 3D-Druckern aus Kohlefaser nun 57 Millionen US-Dollar (ca. 48 Millionen Euro) zur Verfügung.

Das Unternehmen ist in Boston (USA) beheimatet und sowohl 3D Systems als auch Stratasys überlegen, weil die beiden genannten Marktführer bisher keine 3D-Drucker aus Kohlefaser herstellen können. Markforged ist zudem die einzige Firma, die eine 3D-Druckplattform zur Fertigung von Teilen aus dem gesamten Werkstoffbereich von Kunststoffen bis Metallen anbietet.

Gegründet wurde Markforged vor vier Jahren vom CEO Greg Mark, einem Absolventen der MIT im Bereich Luft- und Raumfahrt und innovativer Erfinder im Motorsport. Für Aufmerksamkeit sorgte das Startup mit der Markteinführung des ersten 3D-Druckers, der mit Karbonfaser verstärkte Kunststoffe als Druckmaterial verarbeiten kann. Das Angebot umfasst auch industrielle 3D-Drucker, die Kunststoffe, Metalle und andere Verbundwerkstoffe verarbeiten können (eine Übersicht bekannter 3D-Drucker-Materialien finden Sie hier).

3D-Druck von Kohlefaser
Kohlefaser-3D-Drucker im Einsatz, hier beim Scanning des gedruckten Objektes (Bild © Screenshot: 3D-grenzenlos Magazin; Videoquelle: Youtube/Markforged).

Abgerundet wurde das Portfolio durch eine umfangreiche Materialpalette und einer Cloud-basierten 3D-Drucksoftware. Mit den X3 und X5 kamen die derzeit neuesten Druckermodelle des Herstellers auf den Markt.

Der erste Metal X 3D-Drucker wurde ausgeliefert, der die Eigenentwicklung Atomic Diffusion Additive Manufacturing (ADAM)-Technologie zum Druck von Teilen aus Edelstahl, Werkzeugstahl, Titan und andere Metallen verwenden kann. Die NASA, Ford, Amazon, Google, Facebook und weitere Unternehmen aus über 50 Ländern sollen die Markforged 3D-Drucker bereits im Einsatz haben, schreibt die Website. Nach Herstellerangaben ergibt sich für die Kunden durchschnittlich nach zwei Monaten eine Investmentrendite.

Seinen Umsatz konnte Markforged in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr um 300 Prozent steigern und erzielt seit dem zweiten Quartal 2017 Gewinne. Wir berichten auch in Zukunft weiter über die Entwicklung des Herstellers. Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter zum 3D-Druck.

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