Projekt "Open Nail":

Toshiba bietet künstliche Fingernägel aus dem 3D-Drucker

Toshiba ist weltweit bekannt für allerlei Produkte aus der Haushaltselektronik. Nun geht Toshiba neue Wege und arbeitet an künstlichen Nägeln. Der Hersteller verspricht mit dem Projekt „Open Nail“ passgenaue, bequeme und wunderschöne Fingernägel, von Designern entworfen. Dabei helfen soll eine eigens entwickelte Bilderkennungssoftware. Beim Angebot für Männer geht Toshiba noch einen Schritt weiter.

Home Entertainment Systeme, Fernsehgeräte, Laptops. Alles das sind Produkte, die den japanischen Hersteller für Haushaltselektronik Toshiba weltweit bekannt gemacht haben. Doch mit dem neuesten Produkt geht Toshiba in eine ganz andere Richtung: Maßgeschneiderte, künstliche Fingernägel aus dem 3D-Drucker. Diese werden mit Hilfe einer eigens entwickelten Bilderkennungssoftware und anschließendem 3D-Druck optimal an die Fingerform der Kundinnen und Kunden angepasst.

Die Herstellung

perfekte Nägel aus dem 3D-Drucker
Perfekte Nägel aus dem 3D-Drucker (Bild © Toshiba Corporation).

Eine von Toshiba entwickelte Bilderkennungssoftware liest Formen und Konturen der einzelnen Fingernägel und generiert daraus Daten, die in einem Cloud-System gespeichert werden. Das 3D-Druck-System nutzt diese Daten, um perfekt passende Nägel zu herzustellen. Die 3D-gedruckten Nagel-Imitate werden von Nagelkünstlern dekoriert und dem Kunden per Post zugeschickt.

Das Open Nail-Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem japanischen Anbieter falscher Nägel „michi co“ aus Tokyo und wird von Toshibas Startup-Programm unterstützt. Toshiba möchte ein breites Publikum ansprechen, in diesem Fall auch Männer.

„Was wir anstreben, sind perfekt angepasste Nägel“, sagt Yasuko Chigira von Toshibas Technology Planning Office, laut einem Artikel des japanischen Gesundheitsmagazins Nikkei Digital Health. „Um das zu erreichen, muss die Software das Bild der Nägel bis auf Zehntelmillimeter genau „lesen“ können. Deshalb brauchen wir eine Bilderkennungs- und -verarbeitungstechnologie auf hohem Niveau „, fügt Chigira hinzu.

„Ja, Männer werden sich auch für dieses Konzept interessieren“, sagt michi co. CEO Shun Nakazaki. „Das Ganze macht einen femininen Eindruck – Maniküre, Gel-Nägel, das Bemalen der Nägel.“ Doch die Vertreter von Open Nail sind zuversichtlich. „Männer interessieren sich für Elektronik und 3D-Druck. Der Verkauf falscher Nägel an Männer kann eine gute Geschäftsidee sein. Wenn man über die Möglichkeit nachdenkt, IC-Chips zu integrieren und sie in drahtlose Geräte umzuwandeln, erscheint die Idee, diese Nägel auch an Männer zu verkaufen, nicht verkehrt“, bemerkt Nakazaki.

Toshiba spricht damit auch Männer an
Toshiba möchte mit diesen Nägeln auch Männer ansprechen (Bild © Toshiba Corporation).

Selbst LCD-Displays oder Formen der Gesundheitsüberwachung sind bei diesen Nägeln vorstellbar. Als IoT-Plattform gibt es unendlich viele Möglichkeiten. Momentan steht jedoch erst mal der Schönheitsaspekt im Vordergrund.

Shining 3D hatte bereits vor einem Jahr eine ähnliche Idee. Die Nägel wurden aber mittels Stereolithographie bemalt. Die Fingernägel wurden mit dem 3D-Scanner EinScan-Pro eingescannt, einem Nachfolger der EinScan-S 3D-Scanner. 3D-Druck kommt auch bei Schönheitsoperationen zur Anwendung. Chirurgen können dem Patienten einen 3D-Druck ihres zukünftig operierten Körperteils drucken. So sehen Patienten, wie es später aussieht. Und Mit „Mink“ wurde im Jahr 2014 der weltweit erste Make-up-3D-Drucker vorgestellt, von wir allerdings bis heute nie wieder etwas gehört haben.

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