Elkem, ein norwegischer Silikonhersteller, wird auf der Formnext 2024 seine erweiterten Materiallösungen für den 3D-Druck vorstellen. Diese umfassen neue Silikone für medizinische und industrielle Anwendungen sowie ein neues Stützmaterial.
Auch in Skandinavien erfreut sich der 3D-Druck einer immer größeren Beliebtheit. So gibt es in Norwegen einige Unternehmen, die sich mittlerweile auf die additive Fertigung spezialisiert haben, aber auch viele Hobby-Bastler, die auf diese Technologie setzen. Auf dieser Seite berichten wir über alle Projekte, Firmen, Produkte, Forschungen und Entwicklungen aus Norwegen zur Additiven Fertigung.
Norwegen selbst hat gerade mal etwas mehr als 5 Millionen Einwohner. Größte Stadt ist die Hauptstadt Oslo, gefolgt von Bergen und Trondheim. Insgesamt gibt es in dem Land neun Universitäten und sechs staatlich-wissenschaftliche Hochschulen sowie weitere 26 staatliche Hochschulen. Die größten Unternehmen des Landes sind vor allem im Banken-, Versicherungs- und Erdölsektor tätig. Wie in vielen anderen Ländern auch profitiert man auch in Norwegen in immer größerem Umfang von einem starken Mittelstand. Die additive Fertigung wird dazu einen gewichtigen Beitrag leisten.
Wir vom 3D-grenzenlos Magazin haben bereits über eine Kooperation zwischen dem norwegischen SINTEF Institut und dem portugiesischen FCTUC Unternehmen berichtet, die gemeinsam einen sechsachsigen Metall-3D-Drucker entwickelten. Auf den 3D-Druck mit Titan hat sich das Unternehmen Norsk Titanium spezialisiert. Dieses fertigt unter anderem Bauteile für amerikanische Boeing-Flugzeuge des Typs „Dreamliner“ mit dem 3D-Drucker und plante bereits 2015 die Errichtung einer 3D-Druck-Anlage in den USA.
Obwohl in Norwegen das produzierende Gewerbe einen geringeren Teil ausmacht als beispielsweise in anderen skandinavischen Ländern wie Schweden und Dänemark, so setzen diese doch immer stärker auf fortschrittliche Technologien wie den 3D-Druck. So hat beispielsweise Hexagon Ragasco, ein Hersteller von Flüssigerdgas-Zylindern, seine Produktion mittlerweile mit Siemens Ausrüstungen voll automatisiert. Der Automobilzulieferer Kongsberg Automotive – Hersteller von jährlich mehr als 70 Millionen Kupplungen – hat die Fertigung ebenfalls stark automatisiert und setzt dabei unter anderem auf den 3D-Druck. Benteler Automotive Farsund, das sich auf die Fertigung von Aluminiumgussteilen spezialisierte, nutzt den 3D-Druck zur Fertigung von Sandkernen sowie von Formwerkzeugen.
In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover fand im Jahr 2017 die Herbstversammlung der Deutsch-Norwegischen Handwerkskammer statt, an der sich 80 Unternehmen aus Deutschland und Norwegen beteiligten. Eines der wichtigsten Themen war dabei die additive Fertigung. Die Unternehmen nutzten die Möglichkeit, sich über die fortschrittliche Technologie auszutauschen, aber auch mögliche Kooperationsmöglichkeiten abzuklopfen.
Sicher werden wir in Zukunft noch von vielen weiteren 3D-Druck-Projekten aus Norwegen erfahren und darüber hier in dieser Rubrik, aber auch in unserem aktuellen, für Sie kostenlosen Newsletter informieren, welchen Sie hier abonnieren können.
Elkem, ein norwegischer Silikonhersteller, wird auf der Formnext 2024 seine erweiterten Materiallösungen für den 3D-Druck vorstellen. Diese umfassen neue Silikone für medizinische und industrielle Anwendungen sowie ein neues Stützmaterial.
Norsk Titanium aus Norwegen und QuesTek Innovations aus den USA stellen ihre gemeinsamen Fortschritte in der 3D-Druck-Technologie vor, welche die Entwicklung nickellegierter Drähte umfasst, die als Alternative zum Gießen großer Komponenten dienen sollen. Die Neuerung zielt darauf ab, die Lieferketten zu optimieren und Produktionsprozesse zu beschleunigen.
DNV und Siemens Energy arbeiten an einer Plattform zur Qualitätssicherung im 3D-Druck. Die Kombination der Lösungen AM-Cockpit und IQM soll eine automatisierte Qualitätskontrolle und Visualisierung der Druckprozessqualität gewährleisten.
Der norwegische Risikomanagement- und Qualitätssicherungsanbieter DNV hat eine neue Ausgabe seines Standards DNV-ST-B203 für die additive Fertigung von Metallteilen veröffentlicht. Dieser enthält grundlegende Anforderungen für die etabliertesten 3D-Druckverfahren von Metallteilen. Außerdem bietet er neue Konzepte zur Qualitätssicherung für die datengesteuerte Fertigung.
Das norwegische Unternehmen Visitech stellt auf der kommenden Formnext seinen ersten 8K-DLP-UV-Projektor, das Modell LRS-8KA, vor. Die LED-Beleuchtung soll für maximale Druckgeschwindigkeit sorgen und wird neben dem LRS-MCx 4K-Projektor auch auf der bevorstehenden Formnext zu sehen sein.
Der Zugang zum FFF-3D-Druck von Hochtemperaturfilamenten ist Forschern aus Norwegen von der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) zufolge zwar möglich aber für viele einfach nicht zugänglich. Um das zu ändern, entwickelten sie ein kostengünstiges 3D-Drucker-Upgrade, das die Temperatur in der Baukammer bei 135 Grad Celsius hält und den Extruder auf 400 Grad erhitzen kann. Damit sind zum Beispiel Objekte aus kohlefaserverstärktem PEEK möglich. Wir stellen das Add-on einmal genauer vor.
Die norwegische Plattform für den Versand kundenspezifischer Produkte Gelato hat in einer Finanzierungsrunde 240 Mio. US-Dollar erhalten. Damit will das Unternehmen seine Plattform verbessern und um den 3D-Druck ergänzen. Gelato möchte die Produktion seiner kundenspezifischen Produkte auf die lokalen Märkte auf der ganzen Welt bringen und es so E-Commerce-Verkäufern und der Kreativwirtschaft möglich machen jeden Kunden überall auf eine kostengünstige und nachhaltige Weise zu bedienen.
Das norwegische Technologieunternehmen Kongsberg Ferrotech forscht an einem Verfahren für den 3D-Druck unter Wasser. Die Roboter und die dahinterstehende Technologie namens „Subsea Additive Manufacturing for Lifetime Extension“ (SAMLE) wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Die SAMLE-Technologie soll zum Beispiel Reparaturen unter Wasser mit Hilfe von Unterwasser-3D-Druckern ermöglichen.
Das Unternehmen CADS Additive aus Österreich ist eine Kooperation mit Additech AS aus Norwegen eingegangen. Gemeinsam wollen die auf additive Fertigung (AM) spezialisierten Unternehmen die Nutzung der AM-Software-Suite von CADS Additive in Ausbildungszentren etablieren. Als Teil des norwegischen Katapultprogramms spielt der Bildungssektor für Additech AS eine wichtige Rolle.
Das norwegische DNV GL hat mit dem DNVGL-SE-0568 ein Spezifikationsdokument entworfen, das den 3D-Druck in der Öl- und Gasbranche unterstützen soll. Es sollen unter anderem Sicherheits- und Qualitätsstandards für additiv hergestellte Teile bestätigt werden. Auch 3D-Druck-Materialien sind dabei ein wichtiges Thema.
Der Urin von Astronauten soll laut Wissenschaftlern des Østfold University Colleges in Norwegen dabei helfen, Gebäude mit 3D-Druck auf dem Mond aufzubauen. Zusätzlich mit weiteren Ressourcen, die auf dem Mond vorkommen, sei es somit möglich, die Kosten beim Transport von Baumaterial für die Mondbasen von der Erde ins All deutlich zu reduzieren.
Forscher der portugiesischen FCTUC und der norwegischen SINTEF haben gemeinsam einen 3D-Metalldrucker entwickelt. Dieser hat großes Potenzial für den 3D-Druck komplexer Geometrien im industriellen Bereich, doch fehlen noch zwei Millionen Euro, um den 3D-Drucker auf den Markt zu bringen. Ein Konsortium soll helfen.
Oscar3D hat nach langer Entwicklungszeit seine beiden Düsen VARIO- und ECO-Line für den FFF/FDM-3D-Druck vorgestellt. Die Besonderheit an beiden Düsen ist das Material. Die Düsen werden aus Rubin gefertigt, das dritthärteste Material der Welt. Mit den Rubin-Düsen von Oscar3D lassen sich so vor allem abrasive Materialien per 3D-Drucker verarbeiten, ohne Verschleiß an der Düsenspitze. Wir stellen die beiden neuen Düsen einmal genauer vor.
Die FAA gab grünes Licht für den Einsatz von 3D-gedruckten kritischen Bauteilen in dem Boeing 787 Dreamliner. Kritische Bauteile müssen besonders hohe Anforderungen erfüllen, die laut US-Luftfahrtbehörde FAA mit dem 3D-Druckverfahren allesamt erfüllt werden können.
Das norwegische Unternehmen Norsk Titanium Components expandiert, das Ziel: die Vereinigten Staaten. Mit den Bau einer 3D-Anlage hat das Unternehmen dort vor die industrielle Nutzung von 3D-Techniken voranzutreiben.