Das Lasersintern zählt in der additiven Fertigung zu den beliebtesten 3D-Druckverfahren. Das belgische 3D-Druckunternehmen Materialise stellt mit dem Kunststoffpulver Bluesint PA12 ein neues 3D-Druck-Material vor, das die 100%ige Wiederverwendung von Pulverabfällen, die beim Lasersintern entstehen, möglich machen soll. Damit wird auch der s.g. „Orangenhaut-Effekt“ beim 3D-Druck vermieden.

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Materialise Logo.Das belgische 3D-Druckunternehmen Materialise kündigte in einer Pressemitteilung, die das 3D-grenzenlos Magazin erreicht hat, die Einführung von Bluesint PA12 an. Bluesint PA12 ist ein Kunststoff-Filament, mit dem der 3D-Druck eines Bauteils aus 100% wiedergewonnenem Pulver möglich sein soll. Beim Lasersintern bleibt normalerweise fast die Hälfte des Pulvers ungenutzt und kann nachher kaum mehr eingesetzt werden. Das neu vorgestellte Material soll das ändern.

Pulververbrauch beim Lasersintern

Laut einer Datenerhebung von Statista im Juni 2020 ist das Lasersintern das am zweithäufigsten eingesetzte 3D-Druckverfahren, schreibt Materialise in einer Mitteilung an das 3D-grenzenlos Magazin. Dabei entsteht sehr viel Abfall, denn die Hälfte des Pulvers bleibt über und wird meist entsorgt. Wird es trotzdem erneut verwendet, entstehen 3D-Objekte mit problematischen Oberflächen, die für Anwendungen wenig brauchbar sind. Im August hat Sinterit ein neues SLS-3D-Druckzentrum angekündigt.

Bluesint PA12 kann mit bis zu 100% recyceltem Pulver wiederverwendet werden, was das Lasersintern deutlich ressourceneffizienter macht. Pulverreste, die normalerweise entsorgt werden, können für neue Bauteile eingesetzt werden. Bauteile aus Bluesint PA12 haben vergleichbare mechanische Eigenschaften, weshalb Anwender das Material auch auf Basis der technischen Spezifikationen und aufgrund der Umweltauswirkungen auswählen können.

Jurgen Laudus, VP und General Manager von Materialise Manufacturing, sagt dazu:

„Mit Bluesint PA12 können wir den Pulverabfall deutlich reduzieren. Bluesint PA12 ist ein wichtiger Schritt, um den 3D-Druck nachhaltiger zu gestalten. Und es ist ein Beispiel dafür, wie wir unseren Kunden die Möglichkeit geben, sich für Nachhaltigkeit zu entscheiden.“

Fried Vancraen, CEO von Materialise, erklärt:

„Viele Menschen betrachten 3D-Druck als positive Kraft, die Unternehmen hilft, nachhaltiger zu arbeiten. Zu Beginn des vierten 3D-Druck-Jahrzehnts stellt sich nicht die Frage, ob der 3D-Druck eine nachhaltige Fertigungstechnologie ist. Stattdessen müssen wir uns fragen: Wie können wir den 3D-Druck nachhaltiger machen?“

Materialise möchte 2021 mehrere Lasersintermaschinen einsetzen und mit Bluesint PA12 bestücken. Geplant ist es, mehr als fünf Tonnen an Material in der Einstiegsphase wiederzuverwenden. Bei einem Beta-Programm für den Bluesint-PA12-Service sollen Kunden mit unterschiedlichen Anwendungen und einem Fokus auf Nachhaltigkeit am Marktvalidierungsprozess für die neue Technologie teilnehmen.

Der Orangenhaut-Effekt

Wurde Pulverabfall wiederverwendet, kam es beim Lasersinterprozess zum Orangenhaut-Effekt. Dieser entsteht durch Schrumpfung, wenn das Pulver zwischen zwei aufeinanderfolgenden Sinterprozessen abkühlt. Um den Effekt zu vermeiden, setzte Materialise einen 3D-Drucker mit mehreren Lasern ein. Ein Laserstrahl wurde zum Sintern des Pulvers verwendet. Ein anderer hielt das Pulver über einer bestimmten Temperaturschwelle. Das Pulver kühlte so nicht während Wechsel von einer in die nächste Schicht. Der Orangenhaut-Effekt blieb aus. Das fertige Objekt hatte mechanische und visuelle Eigenschaften, die mit den üblichen Bauteilen aus dem 3D-Drucker vergleichbar war. Auch der Pulverabfall wurde so eliminiert. Aller weiteren Neuheiten aus der Welt der 3D-Druck-Materialien erhalten Sie auf unserer Themenseite und im kostenlosen 3D-grenzenlos Magazin-Newsletter (hier abonnieren).

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