Grundlage für die Marktanalyse, die unter der Bezeichnung „3D Printing Market Outlook“ veröffentlicht wurde und wie der US-Blog „3ders.org“ berichtet, sind eine Reihe von Branchenberichten. Zugleich umfasst sie auch führende und aufstrebende Hersteller, die hauptsächlich Desktop-3D-Drucker anbieten.

Während SmarTech aktuell von einem Wert von 3,7 Milliarden US-Dollar ausgeht, gibt Smithers Pira diesen mit 5,9 Milliarden an. Somit liegt der Konsens bei 4,8 Milliarden US-Dollar.

Übersicht der Analysewerte.
So setzt sich der Gesamtkonsens zusammen. (Bild: © 3ders.org)

Mit Blick auf die Zukunft bringt der Bericht weitere Meinungsverschiedenheiten zutage. Während Context World einen Marktwert von 16 Milliarden US-Dollar prognostiziert, geht ARK Invest von 41 Milliarden aus. Bis um Jahr 2025 gehen die Schätzungen noch weiter auseinander.

Hier erwartet Lux Research nur einen Marktwert von 12 Milliarden US-Dollar, McKinsey hingegen geht von Einnahmen in Höhe von 180 Milliarden aus. Deloitte relativiert diese Zahlen und erwartet, dass der 3D-Druck-Markt bis zum Jahr 2020 bei etwa 20,5 Milliarden US-Dollar liegen wird.

Zugleich lässt der Bericht Rückschlüsse darauf zu, warum der 3D-Druck-Markt wahrscheinlich deutlicher wachsen wird. So haben sich weitere Unternehmen den 3D-Druck zu eigen gemacht, die sonst in anderen Branchen tätig sind.

Als Beispiel sei hier Hewlett Packard erwähnt, die die 3D-Drucker-Reihe HP Jet Fusion auf den Markt gebracht haben, und so für eine neue Glaubwürdigkeit der Branche sorgen. Zugleich werden auch bessere Materialien und Finishing-Möglichkeiten das Wachstum fördern.

Übersicht der Produktionstechnologien.
Produktionstechnologien in der Übersicht. (Bild: © 3ders.org)

„In Bezug auf die Umsatzerlöse stellt das Desktop-Segment mit 293 Millionen US-Dollar einen kleinen Teil des gesamten AM-Marktes dar. Das kleinere Desktop-Segment erzielte jedoch im Jahr 2015 einen beeindruckenden Jahresumsatz von 62 %“, so Mark Cotteleer, Forschungsdirektor bei Deloitte Services LP.

„Während die Desktop-3D-Drucker früher von Hobbyisten verwendet wurden oder für den begrenzten Einsatz im Bildungssektor genutzt wurden, kommen diese 3D-Drucker zunehmend in verschiedenen Branchen wie Ingenieurwesen, Produktdesign, Kunst, Schmuck, Zahnmedizin und Konsumgüter zur Anwendung,“ so Cotteleer weiter.

Zu den Unternehmen, die in den kommenden Jahren einen stärkeren Einfluss auf den Desktop-3D-Drucker-Markt ausüben könnten, gehören laut Deloitte unter anderem Ultimaker, Formlabs, XYZprinting, Flashforge und Zortrax. Letzteres Unternehmen gab die Analyse in Auftrag.

Zortrax M200.
Der Hersteller Zortrax gab die Analyse in Auftrag. (Bild: © zortrax.com).
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