Große Pläne:

Mit CFAM erster Großformat-3D-Drucker vom niederländischen Hersteller CEAD vorgestellt

Der niederländische 3D-Drucker-Hersteller CEAD, der 2014 von zwei Mitbegründern des bekannten Herstellers Leapfrog gegründet wurde, hat einen großformatigen Endlosfaserverbund-3D-Drucker entwickelt, der für den maritimen und Infrastruktursektor eingesetzt werden können soll. Der CFAM-3D-Drucker, mit einem Bauvolumen von 4 x 2 x 1,5 m wurde jetzt genauer vorgestellt.

Leapfrog kennen wir für Desktop-3D-Drucker wie den Bolt oder Bolt Pro oder Modelle für anspruchsvollere Anwender, wie den Bolt Pround XceL. Das Unternehmen möchte sich auf dem Markt von FDM 3D-Druckern weiter einen Namen machen, doch zwei der Leapfrog Mitgründer gehen jetzt ganz andere Wege. Ihr Ziel: Großformat-3D-Drucker für maritime und Infrastrukturkunden.

CEAD (Composite Additive Manufacturing) heißt das Unternehmen, mit dem sich Maarten Logtenberg und Lucas Janssen zukünftig auf industriellen 3D-Druck konzentrieren wollen. Sie entwickelten bereits automatisierte Maschinen, einschließlich eines Filterproduktionssystems. Und sie haben noch weitere, interessante Ideen auf Lager.

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Der neue 3D-Drucker von des niederländischen Unternehmens CEAD (Bild © CEAD).

Ihre neueste Entwicklung, das Continuous Fiber Additive Manufacturing (CFAM), nutzt eine Composite-3D-Drucktechnologie um Endlosfasern zur 3D-gedruckten Komponente zur Verstärkung hinzuzufügen.

Mit einem großformatigen Bauvolumen von 400 x 200 x 150 cm ist der erste CFAM 3D-Drucker für die industrielle Anwendung geeignet. Der darin enthaltene Hochleistungs- und Hochtemperatur-Granulat-Extruder ist in der Lage, mit einer Geschwindigkeit von mindestens 15 kg / h das Material zu extrudieren. Der 3D-Drucker verarbeitet Standard-Granulat-Kunststoffe und technische Kunststoffe, einschließlich PP, PET, ABS, PLA und PEEK. Ein interner Heizmechanismus verhindert, dass es sich verzieht und kühlt den Druck ab.

Während CEAD auf der Suche nach ersten Kunden war, wurde in den Werkshallen schon seit September 2017 mit der Entwicklung der riesigen additiven Fertigungssystemen begonnen. Den ersten Kunden fanden sie in Poly Products BV, einem Unternehmen, das Verbundprodukte für die maritime Industrie herstellt.

Das erste System sollte mit einem Extruder ausgestattet sein, der mindestens 15 kg / h verarbeitet. Das Ziel haben sie erreicht. Der im Prototyp befindliche Extruder schafft eine Extrusion von 25 kg / h. Der nächste Schritt ist es, eine Möglichkeit zu finden, die kontinuierliche Fasern durch den Druckkopf führt. Der fertige Prototyp soll dann Mitte 2018 erscheinen. Poly Products wird den CEAD 3D-Drucker als eine der ersten Kunden erhalten. Und sie haben auch schon Pläne damit. Sie möchten großformatige Produkte ohne Formen und Werkzeuge und Prototypen für Kunden herstellen, um eine schnelle Rückmeldung zu erhalten. Vergleichbare Pläne also wie U.S. Architectural Lighting, die den großfromatigen 3D-Druck für den In-House-Formenbau einsetzen und mittelfristig ihre Verkaufsprodukte mit dem 3D-Drucker herstellen möchten.

Team von CEAD
Das Team von CEAD (Bild © CEAD).

Das Team von CEAD erhoffte sich durch die Verstärkungsfaser in den 3D-Druckerzeugnissen die nötige Stärke für ihre Produkte, um sie in maritimen Anwendungen einzusetzen. Eine 5-Achsen-CNC-Mühle mit den gleichen Abmessungen wie der 3D-Drucker wird für das Finishing gedruckter Produkte installiert. Mit dem Drucker von CEAD wird dieser Prozess vollständig automatisiert und Objekte zwischen den Maschinen können schnell ausgetauscht werden.

Ein zweiter Kunde von CEAD ist das maritime Ingenieur- und Beratungsfirma Royal Roos. Sie werden ihren CEAD CFAM-3D-Drucker dafür verwenden, um das Gewicht von Seeschiffen, die bedruckte Verbundprodukte verwenden, zu reduzieren. Ein Konstruktionsservice basierend auf großflächigem 3D-Verbunddruck ist ebenfalls geplant.

CEAD hat noch viel vor. 2018 ist der Umzug in eine neue Produktionsstätte geplant. Drei weitere 3D-Drucker wollen sie entwickeln, die ihre Vorgänger noch toppen (wir berichten im Newsletter). Das ehrgeizige Unternehmen hofft, der größte 3D-Druckhersteller in Europa zu werden.

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