Die österreichische Brillenmanufaktur Rolf Spectacles hat mit „substance“ eine neue Brillenserie vorgestellt, bei der alle Brillen mit dem 3D-Drucker hergestellt werden. Als 3D-Druck-Material werden Rizinusbohnen eingesetzt. Das macht dem Hersteller zufolge das 3D-gedruckte Brillengestell besonders nachhaltig und nahezu „unkaputtbar“.

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Rolf Spectacles LogoVor zwei Jahren hat der österreichische Brillenhersteller Rolf Spectacles mit der „titanium skyline collection“ seine erste Brillenkollektion aus dem 3D-Drucker vorgestellt. Das Material für seine neuesten Brillen besteht aus einer Mischung aus Wasser und pulverisierten Rizinusbohnen. Die Brillenkollektion trägt den Namen „substance“ und hat einige Auszeichnungen erhalten. Sie bekamen unter anderem Gold in der Kategorie Fashion Design beim MUSE Design Award 2020.

Details zur Herstellung aus Rizinusbohnen

Materialgewinnung aus Rizinusbohnen
Das Material für die 3D-gedruckten Brillen der Modellreihe „Substance“ wird aus Rizinusbohnen gewonnen (Bild © Rolf Spectacles).

Die Schale der Rizinusbohnen ist laut Rolf giftig und wird vor der Bearbeitung entfernt. Der Rest wird zu einem Pulver gemahlen. Anschließend wird das Material für den 3D-Druck der Brillengestelle verwendet. Als Bindemittel dient Wasser. Ein weißer Rohling des Brillengestells wird im Pulverbettverfahren in 3D gedruckt und anschließend in einem Kessel mit keinen Steinen glatt geschliffen.

» Mehr zum Thema: 3D-Druck in der Brillenherstellung – Beispiele, Projekt und Entwicklungen

Die Brille aus nachwachsenden Rohstoffen bietet 23 Rahmendesigns in sechs verschiedenen Farben. Das nachhaltige Material hat den Vorteil, dass es schnell nachwächst und keine Gentechnik benötigt.

Firmengründer Roland Wolf erklärt:

„Wo eine Fichte oder eine Buche jedes Jahr nur wenige Zentimeter höher wird, schießt diese bemerkenswerte Pflanze in nur sechs Monaten sechs Meter hoch und kommt jedes Jahr wieder. Dies macht das neue Material nachhaltiger und umweltfreundlicher als je zuvor – und die perfekte Grundlage, um eine neue Brillenkollektion namens ’substance‘ aufzubauen und die aktuelle Nachfrage nach klimafreundlicheren Produkten zu befriedigen.“

Nachhaltig ist auch die Idee des belgischen Start-ups „Yuma“, das vor drei Jahren Brillengestelle aus recyceltem Plastikmüll hergestellt hat, welches eines der weiteren, zahlreichen Beispiele zum Thema „3D-Druck im Umweltschutz“ darstellt.

Das Flexlock-Scharnierdesign

Mit dem Flexlock-Scharnierdesign von Rolf werden keine Schrauben oder Ersatzteile benötigt. Die Flexlock-Scharniere können gleichzeitig mit dem Rahmen in 3D gedruckt werden. Die Brillen entstehen so alle direkt in einer Charge.

Das Flexlock-Scharnier ermöglicht es, dass der Bügel, selbst wenn ausgehängt wird, sich leicht wieder einhängen lässt. Der Gummi des Scharniers absorbiert die einwirkende Kraft, was die Brille nahezu „unkaputtbar“ macht.

Wie flexibel die Brille ist, zeigt auch ein Bericht der Pro7-Serie Galileo. Das Brillengestell ließ sich verknoten und konnte ohne großen Aufwand wieder entfaltet werden. Die Brille hielt auch Tests stand wie den Fall von 114 Metern Höhe oder einem Auto, das drüberfährt. Die Brille aus Rizinusbohnen ist im Online-Shop von Rolf Specatcles oder in den regionalen Fachgeschäften in Österreich erhältlich. Das Gestell kostet rund 297 Euro.

Video: Babysicheres Flexlock-Scharnier aus dem 3D-Drucker

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