Das niederländische Architekturbüro Studio RAP hat die Fassade einer Luxus-Boutique in der beliebten Einkaufsstraße PC Hooftstraat, in Amsterdam, mit einem 3D-Drucker hergestellt. Die 3D-gedruckten Fliesen im Strickmuster heben sich auf eine ganz besondere Weise von den umliegenden Gebäuden ab und sorgen für einen neuen Hingucker in der Shopping-Straße Amsterdams.

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Vor zwei Jahren haben wir darüber berichtet, wie Studio RAP, ein Architekturstudio aus den Niederlanden, mit Keramik-3D-Druckern 4.000 Keramikfliesen für ein Innenhoftor hergestellt hat. Das Tor war Teil einer Hommage an die berühmte Porzellanmarke „Delft Blue“. In einem neuen Projekt sollte das Studio eine Fassade für eine Boutique in Amsterdam entwerfen. Es handelt sich dabei um die Luxusboutique in der beliebten Einkaufsstraße PC Hooftstraat, wie das Magazin Designboom in einem Artikel erklärt.

Keramik-3D-Druck ermöglicht Design-Individualität

Fassade Ansicht Erdgeschoss
Die weißen Fliesen der Fassade im Erdgeschoß (im Bild zu sehen) haben eine Strickoptik (Bild © Studio RAP).

Die Fassade, die sich derzeit noch im Aufbau befindet, wird vollständig in 3D gedruckt. Die Architekten bildeten die ursprüngliche Fassade nach und achteten darauf, dass sich das Ergebnis als Gesamtkonzept in die Einkaufsstraße einfügt. Es war von Anfang an klar, dass sie den 3D-Druck in die Erstellung der Fassade mit einbeziehen werden. Die Fassade, die bis zum Sommer 2022 fertiggestellt werden soll, soll Menschen auf der ganzen Welt mit dem zeitgemäßen Ausdruck digitaler Handwerkskunst durch die hochmoderne Fertigfassade inspirieren. Bei der algorithmisch gestalteten Fassade arbeitete Studio RAP mit einem großformatigen KUKA-3D-Drucker.

Die 3D-gedruckte Fassade hat eine Strickoptik, was sie zu einem Blickfang für vorbeigehende Spaziergänger machen soll, da sie sich deutlich von ihrem Umfeld abhebt. Keramik, wie es bei der Fassade genutzt wurde, kommt in Amsterdam häufig zum Einsatz. Die Architekten erklären, dass sich die Verwendung von Keramik nicht zuletzt auf das nahe gelegene Rijksmuseum, das eine große Sammlung von Keramiken aus aller Welt beherbergt.

Details zu den 3D-gedruckten Fassadenelementen

Die Fassade im untersten Stockwerk glänzt durch perlweiß glasierte Keramikfliesen. Die Schaufenster der Boutique wurden nach innen zurückgesetzt. 40 x 20 Zentimeter große Keramikfliesen zieren den Bereich zwischen Schaufenster und Fassadenfront. Die 3D-gedruckten Fassaden beginnen im unteren Teil schlicht und werden nach oben hin ausdrucksvoller. Das Gebäudegeschoss verfügt über drei viereinhalb Meter hohe Säulen. Ein Architrav fungiert zudem als horizontaler Tragbalken.

Die oberen Geschosse sind mit 3D-gedruckten Backsteinen versehen, die nachträglich in drei Rottönen glasiert wurden. Mit den einzelnen Ziegeln entsteht ein Gesamtbild, das dem ursprünglichen Kreuzverbandmauerwerk ähnelt. Die abstrakten Ornamente dieses Fassadenteils kommen im unteren Bereich am stärksten zur Geltung. Die Ziegel werden auf lasergeschnittene Edelstahlkassetten geklebt und fachgerecht an der Fassade befestigt.

3D-gedruckte Fassade aus Keramikfliesen
Die 3D-gedruckten Elemente des oberen Stockwerks wurden in drei verschiedenen Rottönen glasiert (im Bild: Erdgeschoss und Obergeschoss des Gebäudes)(Bild © Studio RAP).

Weitere Beispiele für Fassaden aus dem 3D-Drucker

Im 3D-grenzenlos Magazin wurden bereits mehrere zum Teil außergewöhnliche Beispiele für 3D-gedruckte Fassaden vorgestellt. Ein Gebäude lichtdurchflutet und hell und das ohne Fenster realisierten die Münchner Forscher mit einer Technologie namens Fluid Morphology. Vor mehr als drei Jahren gab das Deutsche Museum München die Planung einer neuen Fassade aus dem 3D-Drucker bekannt.

Die gemeinnützige Gruppe Terreform ONE hat mit dem Monarchfalter-Schutzgebiet ein ungewöhnliches Konzept vorgestellt. Eine vertikale Grünfassade aus 3D-gedruckten Carbon-Komponenten soll Monarchfaltern einen sicheren Rückzugsort bieten. Abonnieren Sie unseren Newsletter und verpassen Sie keine Neuigkeiten zu weiteren ausgefallen 3D-gedruckten Lösungen für Fassaden und anderen Themen aus der Welt der additiven Fertigung.

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