Hewlett Packard ist derzeit in aller Munde. Haben wir gestern über die Zusammenarbeit zwischen Siemens und HP bei der Entwicklung des 3D-Druck NX-Software-Moduls berichtet, kündigte das Unternehmen jetzt den Einsatz von Fußmessstationen, die die Bezeichnung FitStation tragen, an.

FitStation powered by HP LogoHinter dem Begriff FitStation verbirgt sich eine wegweisende 3D-Druck-Lösung, von der sowohl die Kunden als auch der örtliche Schuhhandel bzw. Sportartikelanbieter profitiert. Mit diesen Stationen ist es möglich, kundenspezifische und vor allem individualisierte Schuhe und Einlegesohlen anzufertigen. Dazu werden die Füße mit einem 3D-Scanner vermessen und eine dynamische Ganganalyse auf einer Art Laufband durchgeführt, das mit zahlreichen elektronischen Komponenten ausgestattet ist.

3D-gedruckte Superfeet Einlegesohle
Schematische Darstellung einer mit der FitStation gefertigten Superfeet Einlegesohle. (Bild: © fitstation.com)

„FitStation ist ein System, das das Leben der Menschen verbessert und die Art und Weise verändert, wie Menschen Schuhe und Einlegesohlen kaufen“, äußerte Louis Kim, Global Head of Immersive Computing, Personal Systems, HP Inc. „Wir erfinden das Schuh-Shopping neu, bringen ein Maß an Anpassung und Personalisierung wie nie zuvor gesehen. Wir nutzen die Fähigkeiten von HP im 3D-Scanning und 3D-Druck, um diese Blended Reality Vision zum Leben zu erwecken, und arbeiten mit führenden Partnern der Schuhindustrie zusammen, um dieses revolutionäre System zu entwickeln.“

Das FitStation-System ist die erste Technologie dieser Art, die auf den Markt kommt. Sie besteht aus einer durchgängigen Soft- und Hardware-Lösung, die sowohl individuelle Schuhe als auch Einlegesohlen herstellen kann. Zugleich kann sie auch Produktempfehlungen bieten. Das System nimmt einen detaillierten 3D-Scan der Füße vor, misst den Druck, den der Kunde während des Gangs über das Laufband abgibt und setzt dies im Rahmen einer biomechanischen Analyse um. Dazu sammelt das Gerät auch spezifische Informationen zur Gangart des Kunden. Alle diese so gewonnenen Daten werden kombiniert, sodass ein unglaublich personalisiertes Profil entsteht, dass vielfältig genutzt werden kann.

3D-Scan eines Fußes
Der FitStation 3D-Scanner ist mit insgesamt 8 Kameras ausgestattet. (Bild: © tctmagazine.com)

Die FitStation-Systeme sollen zuerst in einer ausgewählten Anzahl an Superfeet-Läden eingesetzt werden. Superfeet stellt unter anderem innovative „Over-the-counter“-Einlegesohlen her. Auch der deutsche Schuhfabrikant Steitz Secura nutzt diese Technologie. Seine Produkte zeichnen sich besonders durch einen hohen Komfort und Sicherheit aus. Zugleich setzt das Unternehmen auf eine präventive Gesundheitsversorgung.

„Seit 40 Jahren setzen wir Maßstäbe für Form und Passform. Bis heute existierte die Technologie, um eine 3D-gedruckte Einlegesohle zu liefern, die den höchsten Standards von Superfeet entspricht, nicht „, äußerte Eric Hayes, Chief Marketing Officer bei Superfeet. „Unsere neue Lösung ermöglicht es uns, die individuellste Form zu gestalten.“

FitStation in Superfeet-Laden
Zuerst sollten die FitStation-Systeme in einigen ausgewählten Superfeet-Läden eingesetzt werden. (Bild: © tctmagazine.com)

Wenn ein Kunde in einem Superfeet-Shop neue Einlegesohlen anfertigen lassen möchte, nimmt das FitStation-System eine Analyse vor und übermittelt die Daten an einen HP Multi Jet Fusion 3D-Drucker, der dann die Einlegesohlen fertigt und zu bereits erworbenen Schuhen hinzufügt. So werden der Komfort und die Passform verbessert. Alternativ können die Daten aber auch an Steitz Secura weitergeleitet werden, die dann einen ganz neuen Schuh designen. Dieser Schuh wird mit speziellen Polyurethan-injizierten Sohlen versehen, die je nach Kundenwunsch in der Dichte variieren.

Sportschuh
Die Einlegesohlen sorgen für einen besseren Sitz des Schuhs und ermöglichen sportliche Aktivitäten. (Bild: © fitstation.com)

Nicht nur Komfort, Sicherheit, Funktionalität und Design nach eigener Präferenz sprechen für den Einsatz der FitStation, diese wird auch für die Einzelhändler von großer Bedeutung sein. Die Material- und Produktionskosten werden sich reduzieren, genauso die Rücksendequote. Zugleich erhoffen sich Superfeet und Steitz Secura natürlich einen erheblichen Wettbewerbsvorteil.

Auch die Konkurrenz hat das große Potenzial des 3D-Drucks erkannt. So hat beispielsweise der Sportartikelhersteller Adidas eine SPEEDFACTORY errichtet, in der in diesem Jahr 5.000 Sportschuhe mit 3D-Druckern hergestellt werden sollen.

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