Für viele gilt der 3D-Druck schon seit vielen Jahren als die „nächste industrielle Revolution“ und viele Markforschungen zeigen, dass diese „Revolution“ bereits in vollem Gange ist. Die Produktion wird erschwinglicher und schneller und bietet eine Vielzahl von weiteren Vorteilen. Artikel lassen sich mit dem 3D-Drucker herstellen und decken so einen wichtigen Bedarf in Gegenden, wo es an Ressourcen mangelt.
Armut bekämpfen mit LM3D
Die lokale Fertigung mit 3D-Druck, die im Rahmen der Doktorarbeit mit LM3D (Local Manuacturing with 3D printing) abgekürzt wird, könnte laut der Dissertation mit dem Titel „A Methodology for Triaging Product Needs for Localized Manufacturing with 3D Printing in Low-Resource Environments“ genau dort eingesetzt werden, wo Produkte benötigt werden und nicht verfügbar sind. Der Einsatz von 3D-Druckern wurde in Entwicklungsländern oder Regionen, wo humanitäre Hilfe nötig ist, erforscht. Als Beispiel wird genannt, dass der 3D-Druck das westkenianische Gesundheitssystem unterstützen kann.
Das große Potenzial des 3D-Drucks in Entwicklungsländern reicht von medizinischen Hilfsmitteln wie Prothesen über medizinische Geräte unter anderem für die Diagnostik aber auch die Wasserversorgung könnte mit 3D-Druck optimiert werden. Die Logistik vieler humanitärer Hilfseinrichtungen könnte von der LM3D profitieren. Der Zugang zu Spezialwaren würde sich verbessern. Savonen sieht in der Einführung von LM3D eine wichtige Chance zur Bekämpfung der globalen Armut.

Ressourcenarme Gebiete unterstützen
„Der Einsatz von 3D-Druck in einem Gesundheitssystem für ländliche Entwicklungsgemeinschaften ermöglicht einen einzigartigen Einblick in Produkt- und Technologieeinführungsprozesse in Entwicklungsgemeinschaften. Über LM3D hinaus kann das Forschungsverhalten im kenianischen Gesundheitswesen das Verständnis dafür verbessern, wie Entscheidungen im Zusammenhang mit der Einführung von Technologien getroffen werden “, meint der Autor.
Das käme Ingenieuren und Designern zugute, die so Konstruktionsprinzipien besser verstehen, die sowohl für einen effektiven Technologietransfer als auch für die Schaffung wirkungsvoller und tragfähiger Produkte für Verbraucher in Entwicklungsländern erforderlich wären. Bei LM3D gilt es, die sozialen, wirtschaftlichen und technischen Einschränkungen zu berücksichtigen, die bei der Entwicklung von Produkten und Technologien für ländliche und sich entwickelnde Gemeinden bestehen. Die Vorteile des 3D-Drucks werden so auch den Menschen dort zugänglich, wo Ressourcenarmut herrscht.






