BMW gehört zu einen der ersten Käufern der neuen HP 3D-Drucker „Jet Fusion“. Der deutsche Automobilkonzern aus Bayern plant aber nicht nur den 3D-Druck von Prototypen-Bauteile für BMW-Fahrzeuge, sondern auch Teile aus der Produktion mit dem 3D-Drucker zu fertigen.

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Der bayerischer Autokonzern BMW wird einer der ersten Partner von Hewlett-Packard (HP) sein, der die „HP Jet Fusion“ 3D-Drucker in der Produktion serienmäßiger und individueller Bauteile einsetzen wird. Die 3D-Drucker wurden diese Woche für den Verkauf vorgestellt und kosten zwischen 130.000 und 200.000 US-Dollar. Sie vereinen eine hohe Druckgeschwindigkeit, eine kollaborative Materialplattform und 3D-Druck auf Voxel-Ebene in sich. BMW plant den 3D-Druck in seine langfristige Produktionsstrategie zu integrieren. Ähnlich hatte sich auch schon der Flugzeughersteller Airbus zur Zukunft der Fertigung im Unternehmen geäußert.

Wie Jens Ertel, der Leiter des Additive Manufacturing Center bei BMW, berichtet, habe man Hewlett Packard (HP) als einer der ersten Partner fünf Jahre bei der Weiterentwicklung der 3D-Druck-Lösung begleitet vom ersten Prototypen bis zum fertigen 3D-Drucker, der nun auf dem Markt erhältlich ist. Welche Teile gedruckt werden sollen, spezifizierte der Autohersteller nicht genau, doch soll der 3D-Druck nicht nur für Rapid Prototyping zum Einsatz kommen. Gedruckt werden sollen auch Teile der Produktion.

Kunststoff-Komponenten für BMW-Fahrzeuge zukünftig auch aus dem 3D-Drucker

Basierend auf dem Bauvolumen der HP Jet Fusion 3D-Drucker könnten kleine Kunststoff-Komponenten gefertigt werden. Seltene Automodelle und Bauteile könnten am stärksten vom Einsatz des 3D-Drucks profitieren. Bislang verwendete BMW andere 3D-Druckverfahren wie das SLM-Verfahren (Selective Laser Melting), bei dem Objekte aus Metallpulver mit einem Laser im Schmelzverfahren hergestellt werden. Im Jahr 2015 hatte der Autokonzern seine 3D-gedruckte Druckwasserpumpe für DTM-Rennwagen vorgestellt und erklärte wie man die Technologie zur Herstellung von 3D-Ersatzteilen einsetzen wird.

Alle Vorteile von HP’s 3D-Drucktechnologie scheint BMW übernehmen zu wollen, vor allem im Bereich Prototyping, Konzeptfahrzeuge und serienmäßiger Bauteile. Laut Ertel sehe man großes Potenzial in der Partnerschaft mit HP bezüglich der zukünftigen Roadmap in Richtung Serienfertigung und individueller Komponenten.

Weitere 3D-Druck-Projekte von BMW

Im April setzte BMW das 3D-Scanning und 3D-Drucktechnologie ein, um Rollstühle aus Kohlefaser und 3D-Handschuhe für das sechsköpfige US-Team herzustellen. Das Team wird an den Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro im Rahmen der Sommer-Olympiade teilnehmen, die dieses Jahr in Brasilien ausgetragen wird. Mehr über zukünftige Neuigkeiten zum Einsatz von 3D-Druck bei BMW und der Automobilindustrie bietet unser kostenloser 3D-Drucker-Newsletter mit täglich neuen 3D-Drucker-Nachrichten weltweit.

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