Seit 1997 gibt es das Bürgernetz Weihenstephan, ein Verein, der sich zunehmend auch mit 3D-Druck beschäftigt. In regelmäßigen Abständen können Interessierte hier 3D-Drucker ausprobieren und sich zum 3D-Druck informieren. Ein Makerspace, der den Leuten gefällt.

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Im Jahr 1997 wurde das Bürgernetz Weihenstephan gegründet und feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Alle zwei Wochen finden hier Maker-Treffen statt, also Treffen von Menschen – Bastlern und Do-it-Yourself-Enthusiasten – die sich primär mit moderner Technik beschäftigen. Aktuell steht hier der 3D-Druck im Zentrum. Die Teilnehmer lernen den Umgang mit dem 3D-Drucker. Als Ergebnis wurden schon Gebäudemodelle, Handyhüllen, Keksausstecher, Rollladenhalter und Werkzeuge aus Kunststoff gedruckt, berichtet das Bürgernetzwerk auf seiner Website.

Der 3D-Drucker sei Britta Feldner, einer Mitarbeiterin des Bürgernetzwerks Weihenstephan, zufolge nachhaltig, weil er für Reparaturen eingesetzt werden kann, berichtet die „Süddeutsche“. Er könne einzelne Teile nachbauen und vermeide in Einzelfällen den Neukauf. Die Hobbytüftler haben neben dem 3D-Drucker auch die Möglichkeit mit einem Arduino-Minicomputer eigene Experimente durchzuführen. Aktuelle knapp 150 Anregungen für Bastelarbeiten mit Arduino und 3D-Drucker haben wir hier genügend.

3D-Druck einer Lüfterblende
Zu den ersten Versuchen mit dem 3D-Drucker zählte diese Lüfterblende (Bild © fimus.org).

Zur Zeit zählt das Bürgernetzwerk rund 700 Mitglieder, darunter vor allem ältere Bürger, die den Umgang mit moderner Technik erlernen wollen. Vereine und Schulen sind in dem Netzwerk ebenfalls aktiv. Bei der Jugend und Kindern sei das Bürgernetzwerk gut gefragt.

Am 8. April 2017 findet der nächste 3D-Druck-Workshop statt und der Kauf eines Laserdruckers sei geplant.

Bundesweit finden sich mittlerweile Maker-Cafes und Maker-Treffen, die sich mit dem Thema 3D-Druck beschäftigen. In Duisburg findet seit Oktober 2016 regelmäßig ein Makerspace statt und in Hamburg wurde das „OpenLab Hamburg“ im Dezember letzten Jahres eröffnet. Interessierte können sich in dem Makerspace der Hansestadt Hamburg mit der Anwendung von 3D-Druckern vertraut machen. Das Bildungszentrum Gelsenkirchen bietet seit Juni 2016 einen Makerspace mit einem Ultimaker 3D-Drucker und die TU Berlin eröffnete vergangenes Jahr das „3D-Druck Repair-Cafe“, welches Bürgern die Möglichkeit bietet, mit 3D-Druckern zu arbeiten. Die Liste liest sich noch viel länger, wie man auf unserer Themenseite „Makerspaces“ mitverfolgen kann.

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