Am Gymnasium der Benediktiner in Meschede (Nordrhein-Westfalen) wurde vor Kurzem ein 3D-Lab in Betrieb genommen, wie die Schule auf ihrer Website berichtet. Es soll den Schülern und Schülerinnen ermöglichen, eigene Erfahrungen mit dieser Technologie zu sammeln, und die Gestaltung von dreidimensionalen Modellen am Computer zu erlernen. Danach können sie diese mit 3D-Druckern mit verschiedenen Kunststoffen drucken.

Eine australische Studie zeigte erst kürzlich die Vorteile von 3D-Druckern in der Grundschule auf. Immer öfter berichten wir darüber, dass Schulen in Österreich und Deutschland 3D-Drucker erhalten, wie die niederösterreichische Landesberufsschule Neunkirchen, die sich zum Jahresende über einen neuen 3D-Drucker freuen konnte.

Erster Projektkurs „3D-Druck“

Schule und Stiftung bei der Scheckübergabe
Die Schule erhielt 30.000 US Dollar von der Arconic Stiftung (Bild © Benediktiner Gymnasium).

Schon im Vorjahr konnten die Teilnehmer der Arbeitsgemeinschaft „Robotik & Elektronik“ am Gymnasium der Benediktiner erste Gehversuche mit der additiven Fertigung starten. Der Projektkurs „3D-Druck“ für die 11. Klasse soll jetzt von den neuen Geräten profitieren. Gemeinsam mit dem Lehrer Joachim Deckers wird ein Jahr lang, mit fachübergreifenden Aspekten der additiven Fertigung, geübt, unterschiedliche Zugänge zur Gewinnung der Daten für 3D-Modelle zu erkennen, Ideen für eigene Projekte zu entwickeln und diese konkret umzusetzen.

Ideen wie Formen zur Schokoladeproduktion, die die Schülerin Alina plant. Oder Schmuck, den Lea herstellen möchte. Elias geht sogar noch weiter. Gemeinsam mit Kollegen möchte er ein Schachspiel für den Schulhof modellieren, mit Figuren gescannter Personen wie Lehrer, Schüler oder Mönche, heißt es auf der Website.

Die Schüler untersuchten zum Einstieg in die 3D-Drucktechnologie außerdem die Antonius Köster GmbH in Meschede und gewannen einen ausführlichen Einblick in aktuelle Anwendungsgebiete des 3D-Drucks. Außerdem besuchten sie die Weltleitmesse für Additive Manufacturing, die formnext 2019.

Details zum 3D Lab

Das 3D Lab besteht aus sechs einfachen und einem professionellen 3D-Drucker. Mit einem professionellen 3D-Scanner können Objekte mit einer Größe von wenigen Zentimetern bis hin zu Menschen in Lebensgröße gescannt werden. Zur Gewinnung realer Daten wird ein Profi-3D-Scanner eingesetzt, der Objekte mit einer Größe von wenigen Zentimetern bis hin zu Personen in Lebensgröße scannen kann.

Die Arconic Stiftung half der Schule bei dieser Ausstattung und förderte zusätzlich Exkursionen und Fortbildungen mit insgesamt 30.000 US-Dollar (rund 27.000 Euro). Im September gab es nach einer erfolgreichen Bewerbung für eine Unterstützung die Zusage für das Geld. Im November wurde der Scheck feierlich überreicht.

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